Albares fürchtet neuen Ansturm von 80.000 Migranten auf Ceuta

Worum es geht: Spanien bereitet sich auf eine neue Welle illegaler Migration in die nordafrikanische Exklave Ceuta vor. Außenminister José Manuel Albares warnt vor koordinierten Aufrufen in sozialen Medien, die Grenze am 23. September massenhaft zu stürmen. Dieser Termin fällt brisanterweise mit den Parlamentswahlen in Marokko zusammen.

Ausgangslage: Die Alarmbereitschaft in Madrid ist nach dem Kollaps im Juli massiv, als rund 80.000 illegale Migranten die Grenze überrannten. Bei diesem beispiellosen Ansturm über Land- und Seewege kamen mehr als 100 Menschen ums Leben. Die spanischen Behörden befürchten nun eine Wiederholung des Chaos, falls die marokkanische Seite nicht eingreift.

Nach meinen Informationen gibt es einige Beiträge in den sozialen Medien. Diese haben jedoch nicht die gleiche Wirkung wie jene vom 30. Juli.

José Manuel Albares

Kein Zufall: Während die Regierung unter Pedro Sánchez offiziell auf Kooperation mit Rabat setzt, sprechen interne Sicherheitsberichte eine andere Sprache. Geheimdokumente beschreiben das Verhalten der marokkanischen Behörden während der Juli-Krise als „passiv“ und „nachlässig“. Ein Polizeibericht wirft Marokko sogar vor, Migranten aktiv zur Grenze geleitet zu haben, um den Druck auf Spanien zu erhöhen.

  • 80.000 illegale Grenzgänger überfluteten Ceuta im Juli.
  • Über 100 Todesopfer wurden bei den Massenunruhen registriert.
  • 10 Stunden lang ließen marokkanische Gendarmen die Grenze laut Sánchez offen.
  • 23. September als neues Datum für den organisierten Grenzsturm.

Wenn Marokko die Grenze zehn Stunden lang offen lässt, ist das kein Versehen, sondern politische Erpressung gegen Spanien.

Frank sagt:
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SOURCES:Euraktiv