In drei Sätzen: US-Angriffe kappen Irans Ölexporte nach Schiffsattacken des Iran:
- Wer: Die USA bombardieren Stellungen der iranischen Revolutionsgarden.
- Was: Iranische Vergeltungsschläge treffen Ziele in Bahrain und Kuwait.
- Warum: Teheran attackierte drei Schiffe in der Straße von Hormus.
Status quo: Das Abkommen wackelt. Eigentlich gilt eine fragile Waffenruhe, während in Teheran die Beerdigung des getöteten Führers Ayatollah Ali Khamenei läuft. Die USA fackeln jedoch nicht: Das US-Militär bombardierten Radaranlagen, Luftabwehrsysteme und über 60 Boote der Revolutionsgarden. Teheran meldet Explosionen in Bandar Abbas, Qeshm und Sirik. Parallel strichen die USA die Lizenz für den offenen iranischen Ölverkauf in US-Dollar.
— U.S. Central Command (@CENTCOM) July 8, 2026
Wer sagt was:
- Mohammad Bagher Qalibaf (Irans Parlamentspräsident) auf X: „Die Ära der Schikanen und Erpressungen ist vorbei. Sie führt nirgendwohin. Wir knicken nicht ein.“
- Anwar Gargash (Diplomat der Vereinigten Arabischen Emirate): „Ein klares Zeichen, dass Teheran unfähig bleibt, sich zu mäßigen.“
- U.S. Central Command: Die Angriffe erfolgten, „um schwere Kosten für die gezielten Angriffe auf die kommerzielle Schifffahrt zu fordern.“
Era of Bullying, Extortion Over: Iran’s Qalibaf
— Tasnim News Agency (@Tasnimnews_EN) July 8, 2026
Iranian Parliament Speaker Mohammad Baqer Qalibaf slammed US violations of the Islamabad memorandum of understanding and reiterated the country’s resolve to stand against US bullying.https://t.co/AGX31bnAS5 pic.twitter.com/AAd4RRhDCC
Schizophrenie der Ziele: Eigentlich sieht das Interimsabkommen vor, dass Schiffe die Straße von Hormuz 60 Tage lang gebührenfrei passieren dürfen. Die Realität sieht anders aus.
- Iran erzwingt eigene Routen nahe der eigenen Küste. Schiffe, die den sichereren Kurs über Oman wählen, fangen sich Raketen ein.
- So erging es auch dem katarischen LNG-Tanker „Al Rekayyat“. Teheran will die Route kontrollieren und künftig abkassieren.
- Die Golfstaaten und die USA lehnen Wegelagerei in internationalen Gewässern strikt ab.
Behind the scenes: Während am Golf die Sirenen heulen, läuft im Irak die Trauerprozession für Khamenei. Die Trauernden fordern lautstark den Tod von Donald Trump und Benjamin Netanyahu. Mittendrin: Der „neue starke“ Mann, Khameneis Sohn Mojtaba. Nur gesehen hat ihn bisher niemand. Er soll sich nach Verletzungen aus dem tödlichen US-israelischen Luftangriff auf seinen Vater verstecken. Die harten Verhandlungen über das Atomprogramm sollten eigentlich nach dem Begräbnis starten. Dieser Zeitplan ist mittlerweile ein Relikt aus einer vergangenen Zeit.
Warum das wichtig ist: Die Eskalation zeigt, dass das Abkommen im Nahen Osten das Papier nicht wert sind, auf dem sie stehen. Sobald der Westen wirtschaftlichen Druck lockert, testet Teheran die Grenzen mit offener Gewalt im globalen Nadelöhr der Energieversorgung aus.
Friedensverhandlungen führt man im Nahen Osten eben am besten mit Luft-Boden-Raketen.
Frank sagt: