Auf einen Blick: Die Abgeordnete Lisa Schuch-Gubik hinterfragte kritisch, wie viel Steuergeld für die Politselbstdarstellung beim Eurovision Song Contest 2026 verprasst wurde. Bildungsminister Christoph Wiederkehr gibt an, 300 Schüler eines Wettbewerbs begleitet zu haben, während acht Mitarbeiter während der Dienstzeit die Aufsicht übernahmen.
Null Euro für den ESC-Zirkus. Das Bildungsministerium schickte im Mai 2026 exakt 300 Schüler und Lehrpersonen sowie acht Mitarbeiter zur Afternoon Preshow des Eurovision Song Contest in die Wiener Stadthalle.
Choreografie der Einladung: Der ORF lud die Gewinner des gemeinsam mit dem Ressort ausgetragenen Wettbewerbs „United by Music“ zum Event ein. Der Bildungsminister selbst eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die anwesenden Schülergruppen persönlich.
- Eintrittskarten: Die Tickets für alle 300 Schüler und die acht Mitarbeiter wurden vom ORF zur Verfügung gestellt.
- Personalaufwand: Die acht anwesenden Mitarbeiter des Ressorts betreuten die Jugendlichen vor Ort und sicherten den reibungslosen Ablauf während der regulären Dienstzeit ab.
- Bilanz: Bewirtung, Öffentlichkeitsarbeit, Social-Media-Ausgaben, Geschenke sowie externe Berater oder Sicherheitskräfte schlugen mit exakt null Euro zu Buche.
Verquickung von Politik und Show: Ein Bildungsministerium, das sich mit einer öffentlich finanzierten Show wie dem Eurovision Song Contest schmückt, bewegt sich im Spannungsfeld zwischen staatlicher PR und politischer Inszenierung.
Warum das wichtig ist: Nur weil auf dem Papier null Euro beim Ministerium verbucht werden, heißt das nicht, dass das Event für den Steuerzahler gratis war. Es ist eine klassische Verschiebung von Ausgaben im öffentlich-rechtlichen und staatlichen Kosmos.
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