EU-Kommando: Italienischer Minister Crosetto möchte 269 Soldaten abziehen

Auf einen Blick: Rom bereitet den Alleingang im Roten Meer vor, um italienische Handelsschiffe vor Houthi-Angriffen zu schützen. Verteidigungsminister Guido Crosetto kritisiert die Brüsseler Bürokratie scharf und will die Marineeinheiten notfalls unter nationales Kommando stellen. Das Ziel ist es, die Blockade der Straße von Bab el-Mandeb ohne die Verzögerungen der EU-Mission Aspides zu durchbrechen.

Zahlen auf einen Blick: Die italienische Beteiligung an der EU-Operation ist massiv, während die Sicherheitslage durch die vom Iran unterstützten Milizen eskaliert:

  • 269 italienische Soldaten dienen derzeit unter dem Kommando der Mission Aspides.
  • Drei Schiffe, die Fregatte Carlo Bergamini sowie die Minenräumer Rimini und Crotone, sind im Einsatzgebiet.
  • 15 Millionen Euro wurden von der EU für die gemeinsamen Kosten der Mission bis Februar 2027 veranschlagt.

Widerspruch: Crosetto sieht die wirtschaftliche Stabilität durch die Schwerfälligkeit der EU gefährdet. Während die Houthi-Milizen den Korridor laut Berichten faktisch kontrollieren, wartet der Brüsseler Apparat oft zu lange mit Entscheidungen über Eskorten. Italien will nun sicherstellen, dass Waren pünktlich ankommen, um steigende Preise für Haushalte und Unternehmen zu verhindern.

Zwischen den Zeilen: Da die EU über keine eigenen Kriegsschiffe verfügt, ist sie vollständig auf die Einheiten der Mitgliedstaaten angewiesen, die zudem den Großteil der Kosten selbst tragen. Wenn Italien seine Einheiten aus der EU-Befehlskette abzieht, verliert das Hauptquartier im griechischen Larissa seine wichtigste Schlagkraft im Kampf gegen die Milizen.

Wenn die Brüsseler Bürokratie wichtiger wird als der Schutz der eigenen Handelsflotte vor Milizen, nimmt Rom das Steuer eben selbst in die Hand.

Frank sagt:
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