Unruhen nach ICE-Einsätzen eskalieren in Los Angeles County, besonders in Paramount und Downtown. Die Nationalgarde wurde auf Befehl von Präsidenten Trump ohne Zustimmung Kaliforniens eingesetzt.
ORDER WILL BE RESTORED. pic.twitter.com/FIGrWdVk7G
— Homeland Security (@DHSgov) June 9, 2025
LA verliert Kontrolle
- Auslöser: ICE-Razzien mit mindestens 44 Festnahmen.
- Eskalation: Protestierende blockierten Straßen, warfen Molotowcocktails, zündeten Fahrzeuge an.
- Reaktion: LAPD erklärte Downtown zur „unlawful assembly“ und löste taktischen Stadtalarm aus. Gemeint ist damit Versammlung, die als rechtswidrig gilt, weil sie Gewalt androht, verursacht oder öffentliche Ordnung gefährdet.
LAPD News: Los Angeles Police Department Statement on June 6th Federal Enforcement Activities pic.twitter.com/L6KzeG3j20
— LAPD PIO (@LAPDPIO) June 7, 2025
Truppen im Einsatz
- Präsident Trump ordnete den Einsatz der kalifornischen Nationalgarde an.
- 2000 Soldaten im Einsatz, ergänzt durch 300 Bereitschaftskräfte und bis zu 500 Marines.
- Gouverneur Newsom und Bürgermeisterin Bass fordern den Abzug. Kritiker sprechen von einem Bruch föderaler Zuständigkeiten.
Lage vor Ort
- Bisher rund 30 bis 40 Festnahmen in zwei Tagen.
- Mehrere Polizisten verletzt.
- Sicherheitskräfte setzen Tränengas, Gummigeschosse und Schlagstöcke ein.
Politischer Machtkampf entbrannt
Präsident gegen Gouverneur: Der Präsident spricht von „insurrectionist mobs“ und lehnt einen Rückzug ab. Newsom nennt den Einsatz „illegal“ und „provokativ“.
Rechte und Freiheiten: „Department of Homeland Security„-Chef Hegseth warnt vor wachsender Gewalt. FBI-Direktor Patel: „If you assault a law enforcement officer, you’re going to jail.“
Verfassungsfrage: Der Einsatz erfolgt auf Grundlage von Title 10. Kritik wächst wegen möglicher Verstöße gegen das Posse Comitatus Gesetz.
Warum es wichtig ist
- Erste bundesweite Aktivierung der Nationalgarde ohne Zustimmung eines Bundesstaats seit 1965.
- Der Konflikt berührt zentrale Fragen der Gewaltenteilung und bürgerlichen Freiheiten.
- Es droht eine neue Eskalationsstufe bei Protesten gegen Bundesmaßnahmen.