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Fass ohne Boden > Politik > Silvester: Tierquälerei? Daher „Lachen statt Krachen“
Politik

Silvester: Tierquälerei? Daher „Lachen statt Krachen“

Silvester Tierquälerei - Daher Lachen statt Krachen
Silvester Tierquälerei - Daher Lachen statt Krachen - Foto: ericlefrancais1 - Adobe Stock Foto
Redaktion
Redaktion
27. Dezember 2019
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3 Min Read

Ob Wiens Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal (SPÖ), der Wiener Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl oder die Tierschutzorganisation Pfotenhilfe, sie alle erinnern vor Silvester daran, dass im gesamten Ortsgebiet ein striktes Feuerwerksverbot besteht. Es wird aber auch der Appell an die Bevölkerung gerichtet, auf Silvesterkracher zu verzichten. Im gesamten Wiener Ortsgebiet herrscht zu Silvester striktes Feuerwerksverbot und die Polizei ist wegen illegaler „Kracherei“ rund um den Jahreswechsel verstärkt im Einsatz. Beim Zünden von Raketen, Böllern und Krachern drohen Strafen bis zu 3.600 Euro oder gar Anzeigen. Eine jährliche Statistik über die Zahl der Verletzten wird laut Pressestelle des LPD Wien jedoch nicht geführt.

Contents
  • Tiervereine steigen auf die Barrikaden
  • Alternative zur Silvesterknallerei: Lichteffekte mit Lasershows
  • Pfotenhilfe: Verbot für Knallkörper wird gefordert
  • Quellen

Tiervereine steigen auf die Barrikaden

Beim Notruf der Tierschutzorganisation Pfotenhilfe gingen schon am Weihnachtsabend mehrere Vermisstenmeldungen über Hunde ein, die wegen Böllern wegliefen oder gar stundenlang herumirrten. Die Pfotenhilfe appelliert daher an alle Hundehalter, bis zum Neujahrstag keinesfalls ohne Leine spazieren zu gehen. Hunde geraten durch Schüsse in Panik und rennen oft viele Kilometer weit. Teilweise finden sie auch nicht mehr nach Hause, was außer der Gefahr für den Hund auch ein Problem für die Verkehrssicherheit ist und bei allen Beteiligten viel unnötigen Aufwand verursacht.

Alternative zur Silvesterknallerei: Lichteffekte mit Lasershows

Aus Tierschutzsicht ist die Silvesterknallerei und das Böllerschießen ein leicht vermeidbares Übel. Von eindrucksvollen Lichteffekten um wenige Euro, die maximal ein Zischen verursachen, bis zur aufwendigen öffentlichen Lasershow mangelt es nicht an tier-, menschen- und umweltfreundlichen Alternativen.

Es wäre unvorstellbar, dass jemand unterm Jahr so einen Krach macht, ohne dass jemand sofort die Polizei ruft.

Johanna Stadler, Pfotenhilfe-Geschäftsführerin

Pfotenhilfe: Verbot für Knallkörper wird gefordert

„Auch wenn die Knallerei in der Nähe von Tierheimen, Zoos und in Ortsgebieten verboten ist, es braucht ein generelles Verbot von Knallkörpern samt rigorosen Kontrollen und empfindlichen Strafen“, fordert Pfotenhilfe-Geschäftsführerin Johanna Stadler. „Es gibt mittlerweile so viele Hunde und Katzenhalter, die sich ja selbst alle als Tierfreunde sehen und trotzdem Feuerwerke zünden. Wenn deren Tierliebe wenigstens so weit ginge, dass sie auf die Knallerei verzichten, sähe die Situation schon ganz anders aus. „Lachen statt Krachen“ ist die Devise, damit es für alle ein Fest ist.“

Die Pfotenhilfe empfiehlt in ihrer Aussendung Tierfreunden, Haustiere zu Silvester nicht unbeaufsichtigt im Garten und auch nicht alleine zu Hause zu lassen. Die letzte Runde mit dem Vierbeiner sollte früher als sonst stattfinden, falls in der Umgebung schon mit Einbruch der Dunkelheit mit der Knallerei begonnen wird. Dafür kann man – wenn nötig – nach dem Ende des Krachs noch einmal mit dem Hund rausgehen.

Weitere Informationen auf Pfotenhilfe

Quellen

Wohnbaustadträtin Gaal und Polizeipräsident Pürstl erinnern an das Verbot von Böllern und Silvesterkrachern

Fotos: nickgesell – Pixabay | Hund: ericlefrancais1 – Adobe Stock-Foto

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