Sportministerium kassierte eine Rechnungshofwatsche

Auf einen Blick: Der freiheitliche Sportsprecher Markus Leinfellner sieht im aktuellen Bericht des Rechnungshofs zur Bundessportförderung ein vernichtendes Urteil für die Bundesregierung. Laut dem FPÖ-Abgeordneten versickern Millionen in undurchsichtigen Verwaltungsstrukturen, während die Basis der Sportvereine oft leer ausgeht. Der Rechnungshof fungiere hierbei als Kronzeuge für das jahrelange Versagen des Ministeriums.

  • Das Sportministerium hat von neun überprüften Empfehlungen des Rechnungshofs lediglich zwei umgesetzt.
  • Die Bundessport GmbH setzte von drei Empfehlungen nur zwei teilweise und eine gar nicht um.
  • Rund 40 Prozent der gesamten Sportförderung fließen laut FPÖ-Kritik an Dach- und Fachverbände statt an die Vereine vor Ort.

Worum es geht: Die Kritik richtet sich gegen die mangelnde Treffsicherheit der Mittelverteilung in der österreichischen Sportlandschaft. Laut Leinfellner wird das Geld für die Sportverwaltung verschwendet, anstatt bei Trainern, Nachwuchssportlern und dem Ehrenamt in den Vereinen anzukommen. Die FPÖ fordert daher den Einsatz von Leistungsvereinbarungen, um die Mittelverwendung endlich transparent zu gestalten und das System der Freunderlwirtschaft zu beenden.

„Der Euro für den Sport muss auch tatsächlich beim Sport ankommen und nicht in undurchsichtigen Sportstrukturen versickern!“

Markus Leinfellner

Zwischen den Zeilen: Während die Regierung sich für die bloße Bereitstellung von Budgetmitteln feiert, zeigt der Bericht die bittere Realität der Umsetzung. Dass wesentliche Empfehlungen zur Reform des Systems ignoriert wurden, belegt laut FPÖ den Stillstand in der Sportpolitik. Besonders bei Turn-, Tennis- oder Leichtathletikvereinen fehle das Geld, das stattdessen in den obersten Organisationsebenen hängen bleibt.

Babler ist der Erhalt bürokratischer Strukturen wichtiger als der Nachwuchssport.

Frank sagt: