AK-Präsident Markus Wieser aus Niederösterreich fordert für 2026 mehr staatliche Qualifizierung und Daseinsvorsorge, ignoriert dabei jedoch die systemische Wirtschaftskrise. Statt echter Standortreformen setzt die Kammer auf bürokratische Cluster-Zentren und teure Schulungsmaßnahmen ohne Marktbezug. Ohne eine radikale Senkung der Lohnnebenkosten bleiben diese Forderungen reine Symptombehandlung auf Kosten der Beitragszahler.
Aktueller Anlass: AK-Präsident Markus Wieser definiert einen sicheren Job als Hauptforderung für 2026 und leitet daraus Forderungen nach mehr Staatsintervention ab.
Wer sagt was:
- Markus Wieser: „Es gilt, das Potenzial und die Fähigkeiten der Arbeitnehmer bestmöglich zu stärken […].“
- Wieser fordert „eigene Cluster-Zentren“ zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes.
Im Detail: Der AK-Chef verwechselt Planwirtschaft mit Standortpolitik. Er spricht von „Investitionen in Forschung“ und „Anreizen“, schweigt jedoch zu den tatsächlichen Ursachen der Abwanderung: Rekordsteuern und Bürokratie. Die geforderten „Cluster-Zentren“ blähen den Apparat weiter auf, ohne einen einzigen wertschöpfenden Arbeitsplatz in der Privatwirtschaft zu garantieren.
Die Forderung:
- Qualifizierung: Ausbau von AMS-Schulungen und Weiterbildung auf Kammerlinie.
- Infrastruktur: Errichtung neuer „Cluster-Zentren“ und Ausbau der Daseinsvorsorge.
Was zu tun ist: Sofortiger Stopp neuer bürokratischer Strukturen und massive Senkung der Lohnnebenkosten zur echten Sicherung von Arbeitsplätzen.
Warum das wichtig ist: Wieser verkauft eine Selbstverständlichkeit als exklusive Erkenntnis. Zu behaupten, „Arbeitsplatz-Sicherheit“ sei „von wichtigster Bedeutung“, ist so erkenntnisreich wie die Feststellung, dass Wasser nass ist. Niemand wünscht sich „Arbeitsplatz-Unsicherheit“. Aus diesem menschlichen Grundbedürfnis eine Bestätigung für den spezifischen politischen Kurs der AK abzuleiten, ist intellektuelle Hochstapelei.
Quellen:
AK Niederösterreich


