Milliarden für die Stille

Proteste im Iran mit absoluter Brutalität niedergeschlagen.

Redaktion
Iran - Ayatollah Seyyed Ali Khamenei - FoB

Das iranische Regime verbrennt ein Vermögen, um seine Bürger mundtot zu machen. Die Angst vor dem eigenen Volk diktiert den Takt in Teheran, während die Wirtschaft kollabiert. Internetsperren und massive Polizeiaufgebote sollen die kommenden Protestwellen brechen, doch der Preis für diesen Machterhalt ist ruinös. Die Mullahs erkaufen sich Zeit mit der Zukunft des Landes.

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Der Auslöser: Die Regierungssprecherin Fatemeh Mohajerani bestätigte gegenüber Medienaktivisten, dass das Internet bis zum Ende der 40-tägigen Trauerphase abgeschaltet bleibt.

Wer sagt was: Offiziell spricht die Führung von notwendigen Maßnahmen zur Wiederherstellung der Ordnung. Die Realität sieht anders aus. Das Regime blockiert traditionell Beerdigungen und Gedenkfeiern, weil diese regelmäßig zu Systemprotesten eskalieren. Schon 2019 kappte man aus Panik die Mobilfunknetze.

Das Sittenbild: Hier zeigt sich ein System, das nur noch durch Unterdrückung atmet. Der 40. Trauertag ist im schiitischen Islam ein zentrales Datum, das Tausende auf die Straße bringt. Hinzu kommt Nouruz, das iranische Neujahrsfest am 20. März 2026, das traditionell öffentliche Massenversammlungen bedeutet. Die Paranoia der Machthaber verwandelt jeden Feiertag in einen potenziellen Staatsstreich.

Zwischen den Zeilen: Hinter der ideologischen Fassade bröckelt das Fundament. Technische und wirtschaftliche Fakten werden ignoriert:

  • Der landesweite Internet-Shutdown kostet die Wirtschaft unfassbare Summen.
  • Dauerhafte Sicherheitsoperationen führen zur totalen Erschöpfung der Einsatzkräfte.
  • Die Truppen fehlen an den Grenzen, weil sie im Landesinneren Demonstranten jagen müssen.

Follow the money: Der Wahnsinn hat ein Preisschild. Laut NetBlocks verschlingt die Internetzensur über 1,5 Millionen US-Dollar pro Stunde. Hält die Blockade bis Nouruz an, summieren sich die Verluste auf über 2 Milliarden US-Dollar.

Was bleibt über: Ein Regime ruiniert sein Land finanziell, nur um nicht hören zu müssen, wie sehr es verhasst ist. Das ist keine Staatskunst. Das ist eine Bankrotterklärung.

Warum das wichtig ist: Diese Strategie ist ein wirtschaftliches Himmelfahrtskommando. Wenn die Sicherheitskräfte durch Dauerstress ausbrennen und die Staatskasse leer ist, verliert das Regime seine einzigen Stützen. Die Kombination aus leerem Magen und geknebeltem Mund ist historisch gesehen der sicherste Weg in die Revolution.

Quellen:

Study of War

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