Barrieren brechen jetzt

Das Parlament setzt Impulse, während die Regierung Steuergeld verbrennt.

Sujetbild Rollstuhl Inklusion - Pixabay - Runway FoB AI
Redaktion

In drei Sätzen: Gestern markierte eine feierliche Auftaktveranstaltung im Parlament den Beginn der Zero Project Conference 2026. Abgeordnete aller fünf Fraktionen stellten dabei fünf international preisgekrönte Innovationen vor. Diese Projekte sollen den Alltag von Menschen mit Behinderungen in Österreich spürbar verbessern.

Der Auslöser: Anlass ist der Start der Zero Project Conference in der Wiener UNO-City, zu der rund 1000 Teilnehmende erwartet werden. Die Veranstaltung im Parlament dient dazu, die Politik aktiv in die Umsetzung konkreter Lösungen für Barrierefreiheit einzubinden.

Wer sagt was:

  • „Die Stimme ist wie ein Fingerabdruck. Mit der App könnten Betroffene wieder kommunizieren und Wärme und Persönlichkeit in ihre Sprache zurückbringen“, erklärte David Betts vom Start-up Mundell Designs zur KI-App „Talk to Me, Goose!“.
  • Bundesratspräsident Markus Stotter betonte zudem: „Inklusion ist kein urbanes Projekt, sondern beginnt vor Ort in den Gemeinden.“

Das Sittenbild: Die vorgestellten Innovationen – von KI-Sprach-Apps über barrierefreie Klinikprotokolle bis zu digitalen Notrufsystemen für nonverbal kommunizierende Menschen – verringern die soziale Isolation und erhöhen die medizinische Sicherheit.

Zwischen den Zeilen:

  • Das Projekt ASI aus Spanien schulte bereits über 2.200 Fachkräfte im Gesundheitswesen für den Umgang mit Menschen mit Lernschwierigkeiten.
  • Die App „Talk to Me, Goose!“ nutzt künstliche Intelligenz, um Menschen mit ALS ihre individuelle Stimme zurückzugeben.
  • Mit TapSOS können Menschen in Gewaltsituationen oder nach einem Schlaganfall lautlos per GPS-Sharing Hilfe rufen.
  • Das Netzwerk EPR verbindet 30 Dienstleister in 18 Ländern, um die Qualität der Gesundheitsversorgung zu vereinheitlichen.
  • Die App „Sofi Sova“ bietet 13.000 Kindern eine spielerische Sprachtherapie, die ohne Werbung und Kosten funktioniert.

Follow the money: In diesem Jahr wurden weltweit knapp 600 Nominierungen eingereicht, aus denen 75 Awardees ausgewählt wurden. Die App „Talk to Me, Goose!“ erreichte innerhalb von nur drei Monaten 554 Nutzer in 64 Ländern.

Warum das wichtig ist: Inmitten von Kritik an der Regierungsarbeit beweist dieser parlamentarische Vorstoß, dass echte Inklusion durch Technologie machbar ist. Wenn diese Projekte konsequent umgesetzt werden, rechtfertigt dieser Lichtblick den Einsatz parlamentarischer Ressourcen durch einen massiven Gewinn an Lebensqualität.

Quelle: Parlament

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