Worum es geht: Die CDU erlebt in Mecklenburg-Vorpommern eine historische Pleite und scheitert mit nur 4,9 Prozent an der notwendigen Einzugshürde. Während Bundeskanzler Friedrich Merz trotz des „Desasters“ an seinem Sessel klebt, feiert die AfD mit 38,2 Prozent einen triumphalen Sieg und verdoppelt ihr Ergebnis fast. Auch in Berlin bricht die CDU-geführte Koalition zusammen, was den Weg für ein linkes Bündnis ebnet.
Der "Kanzler" hat mit Arroganz, Unfähigkeit und Brandmauer die CDU unter die Fünf-Prozent-Hürde getrieben.
— Dr. David Lütke (@DrLuetke) September 21, 2026
Doch statt Verantwortung für dieses "Desaster" zu übernehmen, glaubt Merz an ein "Weiter so"…#MerzRücktritt pic.twitter.com/VYBbfLJh54
Zahlen auf einen Blick: Das vorläufige Ergebnis in Mecklenburg-Vorpommern zeigt eine klare Verschiebung der Machtverhältnisse:
- AfD: 38,2 Prozent (+21,5 Prozentpunkte) und 32 Sitze.
- SPD: 35,5 Prozent (-4,1 Prozentpunkte) und 29 Sitze.
- Die Linke: 6,5 Prozent (-3,4 Prozentpunkte) und 5 Sitze.
- Grüne: 5,7 Prozent (-0,6 Prozentpunkte) und 5 Sitze.
- CDU: 4,9 Prozent. Damit ist die Kanzlerpartei erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik nicht im Landtag vertreten.
Kein Zufall: In Berlin stürzt die CDU unter Spitzenkandidat Stefan Evers auf 18,8 Prozent ab, während die Linke mit 25,7 Prozent als klare Siegerin hervorgeht. Die bisherige Koalition aus CDU und SPD hat keine Mehrheit mehr, wodurch die Linke nun den Anspruch auf das Rote Rathaus stellt. Elif Eralp könnte damit die erste türkischstämmige Bürgermeisterin der deutschen Hauptstadt werden, gestützt auf ein rot-grün-rotes Bündnis.
Die andere Sicht: FPÖ-Chef Herbert Kickl sieht in den Ergebnissen „politische tektonische Verschiebungen“ und das „Abendrot einer verkrusteten Epoche“. Er wirft Merz eine „tiefgreifende Realitätsverweigerung“ vor, da dieser die Zeichen der Zeit völlig verkenne. Kickl gratulierte der AfD, die bewiesen habe, dass sie die CDU als bestimmende konservative Kraft abgelöst hat.
Was jetzt zu tun ist, erfordert Rückgrat, Standhaftigkeit und Geduld. Ich werde das aufbringen.
Friedrich Merz, CDU-Vorsitzender
Was hängen bleibt: Die etablierten Parteien in Mecklenburg-Vorpommern schließen eine Koalition mit dem Wahlsieger AfD kategorisch aus, obwohl Leif-Erik Holm einen klaren Regierungsauftrag reklamiert. Währenddessen fordern AfD-Chefin Alice Weidel und die Linke einhellig den Rücktritt von Merz, dem sie vorwerfen, nur an seinem Amt statt an den Menschen interessiert zu sein.
Die CDU zerschellt an der Fünf-Prozent-Hürde. Das Projekt Merz ist endgültig Geschichte.
Frank sagt: