Auf einen Blick: Das Ressort entsandte für rund einen Monat vier Beamte zur FIFA-Weltmeisterschaft 2026 über den Atlantik. Während die Reisekosten präzise abgerechnet wurden, bleibt völlig unklar, welche US-Behörde die Verpflegung für einen Teil der Gruppe übernahm.
Die Zahlen: Die Entsendung der vier Bediensteten erfolgte in zwei Etappen zwischen dem 4. Juni und dem 5. Juli 2026. Das Ministerium lieferte eine detaillierte Aufstellung der entstandenen Ist-Kosten:
- Gesamtsumme: 22.567,52 EUR wurden für den Einsatz aufgewendet.
- Flugkosten: 7.473,13 EUR für die Reise der vier Beamten.
- Unterkunft: 13.564,90 EUR fielen für die Beherbergung an.
- Mietautos: 1.529,49 EUR wurden für die Mobilität vor Ort ausgegeben.
- Spielbesuche: 0 EUR, da die Beamten im Rahmen ihrer Aufgaben mittels Akkreditierungen in den Stadien waren.
Fragesteller und Fragen: Irene Eisenhut (FPÖ) erkundigte sich in ihrer Anfrage nach den Hintergründen der US-Mission:
- Anzahl und Zeitraum der entsendeten Bediensteten.
- Aufgaben im Internationalen Polizeikooperationszentrum (IPCC).
- Besoldungsgruppen und Dienstgrade der Polizisten.
- Kostenübernahme durch US-Behörden.
- Initiative und Mehrwert der Entsendung.
Widerspruch: Das Ministerium betont den hohen Wert der internationalen Zusammenarbeit und die Einladung durch das FBI. Dennoch ist dem Ressort laut eigenen Angaben nicht bekannt, welche US-Behörde die Kosten für Unterkunft und Verpflegung von zwei der vier Beamten übernommen hat und in welcher Höhe diese Leistungen erbracht wurden.
Was fehlt: Die Beantwortung weist Lücken bei der Transparenz der Personalstruktur und der Fremdfinanzierung auf:
- Dienstgrade: Eine Nennung wurde mit Verweis auf den Datenschutz und den Schutz der Identität der Bediensteten abgelehnt.
- US-Kosten: Die Höhe der übernommenen Verpflegungs- und Unterkunftskosten für zwei Personen ist „nicht bekannt“.
- Zahlende Stelle: Die spezifische US-Behörde, welche die Kosten trug, konnte nicht benannt werden.
Zwischen den Zeilen: Während die operative Zusammenarbeit mit dem FBI und die Unterstützung der ÖFB-Delegation als Erfolg gewertet werden, zeigt die Unkenntnis über die exakten US-Zuschüsse eine bemerkenswerte Lücke in der Buchführung über internationale Kooperationen.
Das Innenministerium schickt Beamte zur WM in die USA, weiß aber nicht, welche amerikanische Behörde die Hotelrechnung für die Hälfte der Truppe übernommen hat.
Frank sagt:
