Saif al-Islam Gaddafi, einst designierter Nachfolger seines Vaters Muammar al-Gaddafi und jahrelang politischer Schattenfigur in Libyen, wurde am 3. Februar 2026 getötet. Bewaffnete drangen in Zintan ein, wo er seit mehreren lebte, haben ihn erschossen. Sein Anwalt bestätigt den Tod.
Der Auslöser: Am 3. Februar 2026 meldeten libysche Medien und Familienquellen den Tod von Saif al-Islam Gaddafi in Zintan. Vier Unbekannte sollen zugeschlagen haben. Kameras waren ausgeschaltet. Der Angriff soll sich in der Nacht ereignet haben.
Wer sagt was:
- Abdullah Othman, politischer Berater von Saif al-Islam Gaddafi, schrieb auf Facebook: „Saif al-Islam ist getötet worden.“
- Khaled el-Zaydi, sein Anwalt, bestätigte gegenüber Reuters: „Er ist tot.“
Das Sittenbild: Saif al-Islam überlebte den Sturz seines Vaters 2011, Haft in Zintan und einen missglückten Präsidentschaftsversuch 2021, der Wahlen blockierte. Sein Tod fällt in eine Phase anhaltender Instabilität, Stammesrivalitäten und Milizenmacht.
Zwischen den Zeilen:
- Der Angriff geschah in Zintan, der Milizen-Hochburg, die ihn einst gefangen hielt.
- Überwachungskameras waren vorab deaktiviert, was auf Insiderwissen hindeutet.
- Keine offizielle Stellungnahme der libyschen Behörden bisher.
Was bleibt über: Kein Prozess, nur eine eiskalte Abrechnung. Nur ein weiterer Schuss in Libyens endlose Vendetta.
Warum das wichtig ist: Saif al-Islams Tod schließt ein Kapitel der Gaddafi-Ära endgültig ab, doch er öffnet neue Wunden. Er zeigt, wie Libyen nach 2011 nie zur Ruhe kam: NATO-Intervention, Milizenherrschaft und externe Einmischung schufen ein Vakuum, in dem Rache regiert statt Recht. Libyen bleibt Warnung, dass „Regime Change“ oft nur neuen Terror importiert.
Quellen:
