Vergeltung: Russland weist ORF-Korrespondentin aus

Redaktion
Wladimir Putin - Sepa Media -PHC Images - Daniel Chesterton

Russland hat die ORF-Korrespondentin Maria Knips-Witting ausgewiesen, nachdem dem russischen Journalisten Iwan Popow die Akkreditierung in Österreich entzogen wurde.

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Protest aus Moskau

Das russische Außenministerium teilte mit, Knips-Witting müsse ihre Akkreditierung zurückgeben und „in naher Zukunft“ ausreisen. Die österreichische Botschaft in Moskau war im Voraus informiert und hatte gewarnt, dass solche Maßnahmen ergriffen werden könnten.

ORF: Unverständnis und Bedauern

Der ORF bestätigte den Akkreditierungsentzug und bedauerte die Entscheidung. Man könne dies nicht nachvollziehen und werde alle notwendigen Schritte unternehmen, um weiterhin unabhängig aus Russland zu berichten.

Der Fall Iwan Popow

Am 30. April wurde dem TASS-Korrespondenten Iwan Popow die Akkreditierung in Österreich entzogen. Er musste das Land bis 7. Juni verlassen. Österreich nannte keine Gründe für diesen Schritt.

Der aus Österreich ausgewiesene Popow, der zuvor aus Slowenien berichtete, wurde im März in der Wochenzeitung „Falter“ als mutmaßlicher Nachrichtendienstler des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR beschrieben. Die TASS-Nachrichtenagentur hatte ihr Büro in Wien im vergangenen Jahr mit Popow und seiner Kollegin Arina Dawidjan ungewöhnlich stark besetzt.

In einer Stellungnahme des Moskauer Außenamts hieß es, diese Entwicklung sei eine erzwungene Maßnahme und kein Wunsch Moskaus.

Russische Medien unter Druck

Russische Medienvertreter stehen in der EU wegen Verbreitung von Desinformation unter Kritik. Mehrere russische Medien sind seit dem Angriffskrieg gegen die Ukraine sanktioniert und haben Sendeverbot in der EU. TASS war bisher nicht betroffen.

Zukunft der ORF-Berichterstattung

Sollte Österreich die „Diskriminierung“ russischer Journalisten fortsetzen, werde Moskau weitere Maßnahmen ergreifen. Russland sei bereit, die Akkreditierung neuer ORF-Mitarbeiter zu prüfen, sobald die Bedingungen für russische Medienvertreter verbessert seien.

Quelle

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