Die öffentliche Hand pumpt exakt 124.940 Euro in den Verein „poika“ für „gendersensiblen Bubenarbeit“. Eine zentrale Übersicht zu den Werkverträgen an Schulen existiert im Ministerium schlichtweg nicht.
Aktueller Anlass: Der FPÖ-Abgeordnete Hermann Brückl konfrontiert das Bildungsministerium mit massiven Zahlungen an den Verein „poika“.
Wer sagt was:
- Hermann Brückl (FPÖ): „Inwiefern dieses Steuergeld gut investiert ist, gilt es […] kritisch zu hinterfragen.“
- poika: „Unser Ziel ist es, gendersensible Buben*arbeit in Ergänzung und Zusammenarbeit mit Mädchen*arbeit zu gestalten.“
- Christoph Wiederkehr (NEOS): „Zwei Personen haben an der […] von poika […] organisierten Veranstaltung teilgenommen.“
Hintergrund: Der Verein führt Workshops an Schulen durch. Themen sind Sexualpädagogik und die Reflexion von Geschlechterverhältnissen. Der Steuerzahler finanziert diese ideologischen Projekte seit Jahren.
Im Detail: Der eigentliche Skandal liegt in der fehlenden Kontrolle. Neben den direkten Förderungen flossen Gelder über Werkverträge. Die Behörde gibt offen zu: Die Daten liegen zentral nicht vor. Schulen schließen diese Verträge autonom ab. Eine laufende Kontrolle ist weder durch die Bildungsdirektionen noch durch die Zentralleitung vorgesehen. Das ist organisierte Verantwortungslosigkeit.
Die Berechnung: Das Gesamtvolumen der Steuergeld-Flüsse teilt sich wie folgt auf:
- 124.940,00 €: Gesamtsumme (Förderungen und Verträge).
- 49.000,00 €: Förderungen in der Gesetzgebungsperiode 2019–2024.
- 44.680,00 €: Werkverträge in der Gesetzgebungsperiode 2019–2024.
- 15.000,00 €: Förderungen in der laufenden Periode (ab Okt. 2024).
- 16.260,00 €: Werkverträge in der laufenden Periode (ab Okt. 2024).
Was zu tun ist: Der Automatismus für Förderungen muss enden. Wir brauchen eine lückenlose Erfassung aller Werkverträge an Schulen. Das Projekt ist zur Gänze zu streichen.
Warum das wichtig ist: Das Ministerium kapituliert vor der eigenen Bürokratie. Die Ausrede „Schulautonomie“ dient hier als Tarnkappe für unkontrollierte Geldflüsse. Wer 60.000 Euro an Verträgen nicht zentral belegen kann, hat sein Ressort nicht im Griff.
Quellen:
Parlament Schriftliche Anfrage
Parlament Beantwortung


