X: Interview von Musk mit Trump bricht Rekorde

Das Live-Interview zwischen Elon Musk und dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump auf der Plattform X wurde zu Beginn von einem massiven Cyberangriff gestört. Nach der Verzögerung erhielt das Gespräch eine Rekordanzahl an Zuhörern.

Donald Trump - Pixabay

Das geplante Live-Gespräch auf der Plattform X begann mit erheblichen technischen Schwierigkeiten. Laut Elon Musk, dem Eigentümer der Plattform, wurde der Start des Interviews von einem massiven DDoS-Angriff behindert. „Es scheint ein massiver DDoS-Angriff auf X zu sein“, schrieb Musk auf dem Kurznachrichtendienst. Die technischen Probleme führten zu Verzögerungen, die die Zuschauer jedoch nicht davon abhielten, das Interview zu verfolgen.

Gespräch und kein Interview

Kurz vor dem Beginn des Livestreams betonte Elon Musk, dass es sich um ein Gespräch mit Donald Trump und nicht um ein Interview handele. Er erklärte, dass Menschen in Interviews oft nicht authentisch seien, was es schwierig mache, sie wirklich zu verstehen.

Attentat auf Trump

Das Gespräch startete mit dem Attentatsversuch auf Trump. Die  Wahlkampfveranstaltung fand vor einem Monat in Butler, Pennsylvania, statt. Trump lobte erneut das schnelle Eingreifen des Secret Service und kritisierte gleichzeitig die Sicherheitslücken, die zu dem Vorfall führten. Musk bezeichnete Trumps Aussagen als „unglaublich inspirierend“. Trump scherzte im Interview, dass ihm eigentlich „die illeglae Migration“ das Leben gerettet hatte. Trump bezog sich auf die Tafel, auf die er blickte, wähend der Attentäter Schüsse auf ihn abgab.

Illegale Einwanderung

Elon Musk äußerte Kritik an illegaler Einwanderung, betonte jedoch, dass er die meisten unerlaubten Migranten nicht für „schlecht“ hält. Trump stimmte ihm mit einem „hundert Prozent“ zu. Der republikanische Kandidat hat in seiner Kampagne wiederholt illegale Einwanderer kritisiert.

Trump veröffentlicht Kampagnenvideo

"Inflation frisst uns auf"

Trump vertritt die Ansicht, dass die Inflation die Menschen stark belastet und verspricht, sie zu bekämpfen, indem er die Energiepreise senkt. Er meint, dass niedrigere Energiekosten die allgemeine Inflation verringern und dadurch die finanzielle Belastung für Einzelpersonen und Familien reduzieren würden.

1,3 Millionen Zuhörer

„Glückwunsch, ich habe gerade die Anzahl der Menschen gesehen, die dir und mir zuhören,“ sagte Trump zu Musk. Etwa 1,3 Millionen Menschen hörten  live zu.

Forderung: Bildungsministerium schließen

Trump wiederholte seinen Wunsch, das Bildungsministerium abzuschaffen, was ein langjähriges Ziel einiger Konservativer ist. Er erklärte, dass er die Bildung in die Zuständigkeit der Bundesstaaten zurückgeben möchte, räumte jedoch ein, dass „nicht jeder Staat großartig abschneiden wird.“ Er schätzte, dass vielleicht 35 Staaten „großartig abschneiden“ würden.

Trump, Musk und die EU

Elon Musk erwähnt, dass er einen Brief von der EU-Kommission erhalten hat.

Trump sagt: „Ich kenne die Europäische Union sehr gut. Sie nutzen die Vereinigten Staaten im Handel stark aus … Sie behandeln unser Land nicht gut.“

"Nukleare Erderwärmung" als Bedrohung

In Diskussion sprach Musk kurz über den Klimawandel an. Musk plädiert für den Übergang zu erneuerbaren Energien. Trump wechselte aber schnell die Diskussion und lenkte das Gespräch um und argumentiert, dass „nukleare Erwärmung“ eine größere Bedrohung sei als die globale Erwärmung.

Während des Gesprächs ist Trump ein Fehler unterlaufen. Er äußerte sich, dass nur fünf Länder Atomwaffen besitzen, tatsächlich sind es aber neun.

"Eine große Inspiration"

Zur Verabschiedung bedankte sich nicht nur Trump, sondern bezeichnete Musk als große Inspiration für eine Vielzahl an Menschen. Darüber hinaus stellte Trump in Aussicht, dass die erneut so ein Gespräch führen werden.

Reaktionen

Die EU-Kommission hat Elon Musk davor gewarnt, dass er rechtliche Konsequenzen zu befürchten habe, falls das geplante Interview mit Donald Trump auf der Plattform X Inhalte enthält, die gegen EU-Recht verstoßen. Der EU-Binnenmarkt-Kommissar Thierry Breton forderte Musk in einem Schreiben auf, unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, um die Verbreitung von gewaltverherrlichenden, hasserfüllten oder rassistischen Inhalten zu verhindern. Breton betonte, dass Musk gemäß dem Gesetz über digitale Dienste (DSA) verpflichtet ist, sicherzustellen, dass seine Plattform das EU-Recht einhält.

Auf X war unter der Anhängerschaft die Reaktionen selbstverständlich positiv.

„Das ist verrückt. Als würde man ein Telefongespräch zwischen Trump und Elon abhören“, so so der politische Aktivist Jack Posobiec.

Best of

Quellen

Elon Musk auf X

Trump War Room

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