Kanada: Krypto-Plattform betrügt Kunden um 13 Millionen Dollar

Eine Kryptohandelsplattform aus British Columbia hat zwischen 2016 und 2019 Kunden um 13 Millionen Dollar betrogen. Die Plattform ezBtc und ihr Direktor David Smillie leiteten Kundengelder an Glücksspielseiten weiter, anstatt sie wie versprochen sicher aufzubewahren. Dies ergab eine Untersuchung der B.C. Securities Commission (BCSC).

Redaktion
Sujetbild Gefängnis - Ichigo121212 - Pixabay

EzBtc hatte seinen Kunden versichert, dass ihre Krypto-Assets in sogenannter „Cold Storage“ aufbewahrt würden, einer Methode, bei der digitale Vermögenswerte offline gehalten werden, um sie vor Cyberangriffen und unbefugtem Zugriff zu schützen. Smillie betonte mehrfach gegenüber den Kunden, dass ihre Vermögenswerte sicher seien: „Ich habe besondere Vorsicht walten lassen, um Ihre Coins sicher zu verwahren.“

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Doch anstatt dies zu tun, zeigte eine forensische Untersuchung, dass insgesamt 935,46 Bitcoin und 159 Ether schnell auf Smillies persönliche Konten oder auf Glücksspielseiten transferiert wurden.

Kunden erleiden Verluste

Die Untersuchung der BCSC begann, nachdem Kunden berichteten, dass sie ihre Vermögenswerte nicht abheben konnten. Vier dieser Kunden sagten vor dem Gremium aus. Keiner von ihnen konnte alle seine bei ezBtc hinterlegten Vermögenswerte zurückerhalten. Ein Kunde verlor 484 Bitcoin, die zum Zeitpunkt des Betrugs einen Wert von 823.000 Dollar hatten. Ein anderer Kunde, der 0,2495 Bitcoin eingezahlt hatte, sah, wie sein Geld nur 14 Minuten nach der Einzahlung auf eine Glücksspielseite transferiert wurde.

Ein weiterer Betroffener berichtete, dass er eine medizinische Behandlung wegen seiner finanziellen Verluste verschieben musste. „Er war Mittelpunkt von Diskussionen oder Witzen unter Freunden und Familie und seine Intelligenz wurde in Frage gestellt, weil er betrogen wurde,“ so die Aussage des Panels.

Smillie verweigert Verantwortung

David Smillie, der zuvor als Videoeditor für den kanadischen Sender CTV News tätig war, nahm nicht persönlich an der Anhörung teil, ließ sich jedoch von einem Anwalt vertreten. Sein Verteidiger argumentierte unter anderem, dass die forensische Untersuchung unvollständig sei und dass Smillie nicht persönlich verantwortlich gemacht werden sollte. Das Panel wies diese Argumente zurück und stellte fest, dass Smillie die Geschäfte von ezBtc leitete und wahrscheinlich auch die Transfers der Kundengelder anordnete.

Quelle

B.C. Securities Commission

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