ORF blamiert Brandstötter

Redaktion
Henrike Brandstötter - Foto Info Direkt - FoB

NEOS-Mediensprecherin Henrike Brandstötter spielt sich als Chefredakteurin der Nation auf und wirft dem ORF „Propaganda“ vor, weil dieser ein Interview mit Patriarch Kyrill zitierte. Was sie als „Qualitätskontrolle“ verkauft, ist in Wahrheit ein Angriff auf die redaktionelle Unabhängigkeit. Wer Journalismus fordert, aber eigentlich PR-Genehmigung meint, hat im Parlament nichts verloren.

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Auslöser: Brandstötter attackierte einen ORF-Artikel über den Moskauer Patriarchen auf X als „russische Propaganda“ und forderte „mehr Recherche“. Der ORF wies die Vorwürfe als „unhaltbar“ zurück und betonte, dass bloße Berichterstattung keine Propaganda sei.

Was sie sagen: Brandstötter fordert „Recherche und Relevanz“. In ihrer eigenen Selbstbeschreibung liest sich das anders: Sie startete ihre Karriere einst laut eigenem Blog „keine Ahnung, wie man eine Reportage gestaltet“. Heute weiß sie offenbar ganz genau, wie Nachrichten auszusehen haben. Nämlich so, dass sie ins eigene Weltbild passen.

Das Sittenbild: Brandstötter ist keine neutrale Beobachterin. Sie ist ein Produkt der PR-Maschinerie. Bevor sie für die NEOS die „Medienfreiheit“ entdeckte, arbeitete sie als Pressesprecherin für die ÖVP Wien und als Senior Consultant bei der Lobbying-Agentur Rosam.

Zwischen den Zeilen: Das „Dossier Henrike Brandstötter“ offenbart eine Karriere des opportunistischen Wandels.

  • Fakt: Vom ÖVP-Sprecher zur NEOS-Abgeordneten. Die politische Farbe wechselt, der Wille zur Macht bleibt.
  • Widerspruch: Sie kritisiert „Regieren über Inserate“ bei anderen, betreibt aber selbst Politik via Zuruf an Redaktionen.

Was bleibt über: Eine ehemalige PR-Beraterin, die Journalismus mit Marketing verwechselt. Echte Unabhängigkeit hält Widerspruch aus.

Warum das wichtig ist: Wenn Regierungsparteien und dazu zählen die NEOS hier beginnen, einzelne Artikel öffentlich zu „korrigieren“, ist die Pressefreiheit in Gefahr. Das ist kein „Feedback“, das ist Message Control durch die Hintertür.

Sollte man wissen: Dossier zu Henrike Brandstötter

Quellen:

Diese Rede von Henrike Brandstötter zeigt, wie sie selbst über Medienvertrauen spricht und ironischerweise genau jene Einflussnahme kritisiert, die ihr im aktuellen Kontext vorgeworfen wird.

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