In drei Sätzen: Während Eigentümer Jeff Bezos Milliarden scheffelt, wird die Washington Post bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. Chefredakteur Matt Murray peitscht den Stellenabbau durch, ohne Rücksicht auf die journalistische Substanz zu nehmen. Dieser strategische Rückzug aus der Sport- und Auslandsberichterstattung ist ein Armutszeugnis für ein einstiges Weltblatt.
Der Auslöser: In einer internen Videokonferenz verkündete Chefredakteur Matt Murray am 4. Februar 2026 das Ende des Sportressorts in seiner gewohnten Form. Alle Abteilungen der Zeitung sind von den massiven Sparmaßnahmen betroffen, was die Belegschaft in tiefe Verunsicherung stürzt.
Wer sagt was: Matt Murray (Chefredakteur, Washington Post) erklärte: „Wir werden das Sportressort in seiner jetzigen Form schließen […] Alle Ressorts sind betroffen.“ Mitarbeiter des Büros im Weißen Haus (Journalisten, Washington Post) warnten Jeff Bezos bereits vorab: „[…] weitere Kürzungen [könnten] die Qualität der Berichterstattung gefährden.“
Das Sittenbild: Es wird dunkel im Leuchtturm der Demokratie. Wenn eine Zeitung mit 145-jähriger Tradition ihre Auslandsberichterstattung zusammenstreicht, verliert sie ihre globale Relevanz. Der Fokus auf reine Politik-Klicks zur Nutzerbindung zeigt die bittere Realität eines Medienhauses, das nur noch als Profitcenter fungiert.
Zwischen den Zeilen: Hinter den Kulissen brodelt es gewaltig, da die Mitarbeiter die Kernkompetenz des Hauses durch die einseitige Fixierung auf Regierungsberichterstattung gefährdet sehen.
- Fakt: Die Washington Post reduzierte bereits die Berichterstattung über die Olympischen Winterspiele 2026.
- Die Zusammenarbeit zwischen den Ressorts bricht durch den Wegfall ganzer Teams in sich zusammen.
- Trotz der ausdrücklichen Warnungen aus dem Newsroom hält die Führung am harten Sparkurs fest.
Follow the money: Der finanzielle Druck auf das Medienhaus ist immens. Bereits im Jahr 2023 liefen Verluste von 100 Millionen Dollar auf. Bezos, einer der reichsten Menschen der Welt, scheint nicht bereit zu sein, das Defizit für den Erhalt der journalistischen Qualität dauerhaft auszugleichen.
Was bleibt über: Selbst ein Milliardär kann ein Weltblatt nicht retten. Journalismus ist in seiner ursprünglichen Form schlichtweg nicht mehr finanzierbar.
Warum das wichtig ist: Wenn die vierte Gewalt im Staate nur noch dort investiert, wo es Abonnenten bringt, bleibt die Wahrheit auf der Strecke. Der Kahlschlag bei der Washington Post ist ein Warnsignal für die gesamte Branche. Es zeigt, dass selbst große Namen nicht vor der Gier der Eigentümer sicher sind.
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