Alea iacta est

Christoph Wiederkehr - Sepa Media - Michael Indra - FoB Style
Redaktion

In drei Sätzen: In Österreich wird wieder über die Abschaffung des Lateinunterrichts gestritten. Die Debatte dreht sich um die Relevanz eines toten Fachs im modernen Bildungssystem. Für die einen ist Latein ein teures Hobby, für die anderen der Opener für kritisches Denken und ein tieferes Verständnis moderner Sprachen.

Der Auslöser: Es geht nicht um Bildung, es geht um die Aufrechterhaltung eines Statussymbols für die Kinder der Oberschicht. Prompt springt die Bildungsblase auf und verteidigt ihre Pfründe.

Wer sagt was: Christian Mähr, „Krone“-Wissenschaftsexperte, spricht von einem „Déjà-vu“. (Ich muss diesen Kommentar schreiben, weil Sommerloch ist und es garantiert Klicks bringt).

Das Sittenbild: Eine kleine, akademische Kaste klammert sich an ein Fach, das für 99% der Schüler irrelevant ist. Sie verkaufen es als unverzichtbare „Geistesbildung“, während die MINT-Fächer, die tatsächlich Jobs schaffen, chronisch unterfinanziert sind.

Zwischen den Zeilen: Wenn Latein wirklich so klug machen würde, so die Kritik, hätten wir eine Regierung aus Philosophenkönigen. Stattdessen haben wir Politiker, die zwar „Alea iacta est“ zitieren können, aber bei der einfachsten Prozentrechnung scheitern.

Go Deeper: Die Latein-Lobby ist in konservativen Parteien und elitären Studentenverbindungen bestens vernetzt.

Warum das wichtig ist: Diese Debatte zeigt, wie weit sich das Bildungssystem von der Lebensrealität der Menschen entfernt hat. Während Sie für eine überteuerte und nutzlose Tradition zahlen, sichert sich eine kleine Elite ihre Privilegien.

Quelle: krone.at

Share This Article
Keine Kommentare