In drei Zeilen: Die Kanzlerpartei ÖVP instrumentalisiert unter Christian Stocker (ÖVP) nationale Sicherheitsfragen als populistisches Vehikel, um vom fortschreitenden Vertrauensverlust in die Ampel-Koalition abzulenken. Während die FPÖ ihre Vormachtstellung durch ein systemisches Vakuum festigt, offenbart die aktuelle Lazarsfeld-Umfrage die politische Unfähigkeit zur Mehrheitsbildung. Dieser Erosionsprozess der Mitte gefährdet die Stabilität der nationalen Machtstrukturen.
Der Auslöser: Eine aktuelle Lazarsfeld-Umfrage für oe24 attestiert der Kanzlerpartei ÖVP einen massiven Rückschlag nach dem kurzzeitigen Umfrage-Hoch der Neujahrsrede. Die Ampel-Koalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS verliert rechnerisch ihre parlamenterische Mehrheit.
Wer sagt was:
- Christian Stocker (Bundeskanzler, ÖVP) forderte jüngst eine „Heeres-Volksbefragung„, doch die Realität der Umfragen straft diesen strategischen Vorstoß mit einem Minus von drei Prozentpunkten ab.
- Herbert Kickl (Parteiobmann, FPÖ) erreicht in der Kanzlerdirektwahl 34 Prozent, während der amtierende Regierungschef bei lediglich 12 Prozent stagniert.
Das Sittenbild: Die Schaltstellen der Macht werden von Akteuren besetzt, die trotz massiver Ablehnung in der Bevölkerung an ihren Positionen festhalten.
Zwischen den Zeilen:
- Die ÖVP verliert den „Kanzlerbonus“ innerhalb einer Woche vollständig und fällt auf 21 Prozent zurück.
- Die NEOS rutschen mit 7 Prozent unter ihr Ergebnis der Nationalratswahl 2024.
- Die FPÖ konsolidiert ihre Position als stärkste Kraft mit 36 Prozent der Stimmen.
Follow the money: Die staatliche Parteienförderung und die Budgets für Regierungskommunikation fließen weiterhin in Millionenhöhe, während die politische Basis für diese Ausgaben wegbricht. Die Umfrage basiert auf 2.000 Befragten im Zeitraum vom 2. bis 11. Februar 2026.
Warum das wichtig ist: Das Scheitern der Ampel-Mehrheit dokumentiert das Ende der politischen Mitte als gestaltende Kraft in Österreich. Wenn die Eliten den Kontakt zur Realität verlieren, wird das Parlament zum Schauplatz für systemfeindliche Experimente.
