Irans gezielte Täuschung

Irans Influencer: Gestern noch Kochtipps, heute Mullah-Propaganda.

Sujetbild Iranische Influencer - Adobe Stock - Runway FoB AI

Das vorliegende Dossier ist kein bloßer Forschungsbericht. Es ist das Psychogramm einer digitalen Invasionsarmee. Das Mullah-Regime in Teheran hat die klassische Zensur durch eine viel gefährlichere Waffe ersetzt: die totale Deutungshoheit in westlichen Wohnzimmern. Während im Januar 2026 in den Straßen des Iran Zehntausende abgeschlachtet, verletzt oder verschleppt wurden, lief in unseren Netzwerken eine perfekt orchestrierte Nebelmaschine. Es geht nicht um plumpe Lügen. Es geht um die Zersetzung der Wahrheit durch „selektive Fakten“, strategische Ablenkung und das Einschleusen von Vertrauenspersonen in unsere digitalen Debatten. Ein Systemfehler mit tödlichen Folgen für die Opposition.

Schizophrenie der Wahrnehmung

Fakt: 7.515 Konten bilden eine koordinierte Infrastruktur zur Beeinflussung der westlichen Meinung.

Widerspruch: Während das Regime im Inland das Internet abschaltet, um Massaker zu verschleiern, nutzt es im Ausland die absolute Freiheit der westlichen Plattformen, um eben diese Verbrechen als „wirtschaftliche Unzufriedenheit“ oder „lokale Unruhen“ umzudeuten.

TRICK DER BÜROKRATIE

Beobachtung: 1.857 Accounts sind reine Bots.

Übersetzung: Fast 2.000 digitale Soldaten, die rund um die Uhr nichts anderes tun, als Ideologie zu spucken. Das entspricht einer staatlich finanzierten PR-Agentur mit der Schlagkraft eines mittleren Konzerns, nur ohne Sozialabgaben und mit dem einzigen Ziel der Desinformation.

Analyse: Wer kassiert hier? Die Generäle der „Cyber-Armee“. Sie lassen Bots die Drecksarbeit machen, um die Algorithmen auszuhebeln, bis das richtige Narrativ nach oben schwimmt.

TECHNIKEN DER VERSCHLEIERUNG

Mechanik: Das ist tatsächlich die hohe Schule der Täuschung. Man nutzt Influencer, die jahrelang über Kochen, Mode oder Memes posten, um Vertrauen aufzubauen. In der Sekunde, in der das Regime unter Druck gerät, „aktivieren“ sich diese Schläfer und streuen „moderate“ Regime-Narrative ein. Getarnt als harmlose Privatmeinung.

Bilanz der Wirkung

Erfolgsmeldung: Das Regime behauptet, die Lage sei stabil und das Leben in Iran normal, sicher und frei.

Realitätscheck: Die Realität im Januar 2026 waren Zehntausende Opfer staatlicher Gewalt. Die digitale Operation war so erfolgreich, dass die internationale Reaktion verzögert wurde, weil man im Westen mit künstlich aufgeblasenen Debatten über „Komplexität“ beschäftigt war, während vor Ort die Leichen gezählt wurden.

Warum das wichtig ist: Wir sind Zeugen einer digitalen Kapitulation. Teheran infiltriert den Westen nicht mit Panzern, sondern mit Postings. Die westliche Naivität ist der Treibstoff für diesen Apparat. Das Urteil: Schuldig der systematischen Beihilfe zum Massenmord durch digitale Verschleierung.

Quelle: Golden Owl

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