EU: Karas versucht mit Anti-FPÖ-Parolen zu punkten

Othmar Karas - Sepa Media - Michael Indra
Redaktion

Der Europapolitiker Othmar Karas (ÖVP) bezieht klar Stellung gegen eine mögliche Regierungsbeteiligung der FPÖ. In einem Presse-Interview äußert er sich entschieden gegen jede Form der Zusammenarbeit mit der Partei.

"Kein starkes Europa"

„Ich werde alles dafür tun, dass die FPÖ in der nächsten Regierung nicht vertreten ist“, betont Karas. Dies begründet er mit der seiner Meinung nach unpassenden Europapolitik der Freiheitlichen: „Die Rechtspopulisten und Rechtsnationalisten wollen kein starkes Europa.“

Kampf um EU-Werte

Die bevorstehende EU-Wahl im Juni rückt für Karas in den Mittelpunkt. Er sieht sie als Entscheidung zwischen „liberaler Demokratie und nationalem Populismus“. Obwohl er nicht mehr für seine Partei antreten wird, plant er, im Wahlkampf aktiv zu sein. „Das wird eine gesellschaftspolitisch wichtige Wahl werden“, erklärt er gegenüber der Presse.

Differenzen zur ÖVP

Karas, der seit 1999 Mitglied des Europäischen Parlaments ist, äußert auch Kritik an seiner eigenen Partei, der ÖVP. Er bemängelt deren Europapolitik und die Übernahme „des Instrumentariums der Rechtspopulisten“. Insbesondere bei Themen wie Migration sieht er deutliche Differenzen zu seiner Partei. Er tritt für eine humanere Migrationspolitik ein und gegen das, was er als rechte Tendenzen innerhalb der ÖVP wahrnimmt.

Vertrauensfrage in der EU-Politik

Karas thematisiert auch hausgemachte Fehler in der europäischen Politik, wie die Debatte um EU-Finanzen, die seiner Meinung nach das Vertrauen in die europäische Politik schwächen. Angesichts großer Transformationsprozesse fordert er, auf die Menschen zuzugehen und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten.

Fazit und Ausblick

In seinem Engagement zeigt sich Othmar Karas als ein Europapolitiker, der sich für liberale Werte starkmacht und eine klare Abgrenzung zu rechtspopulistischen Tendenzen sucht. Seine Aussagen haben aber kaum politische Bedeutung, da er in wenigen Monat seine Pension antritt. Der einst schwarze Stern am konservativen Himmel ist wohl endgültig verglüht. 

Quelle

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