Tanner verkündet: Militär nimmt endlich Anschaffungen in Angriff

Klaudia Tanner - Sepa Media - Martin Juen
Redaktion

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) verkündet, dass das Landesverteidigungsfinanzierungsgesetz eine langfristige Finanzierungsperspektive bietet. Das Bundesheer kann nach langer Durststrecke erste Ankäufe wieder tätigen.

Personal im Fokus

Eine Hauptkomponente der Bundesheerreform ist die Personalgewinnung. Durch die Beschaffung moderner Waffensysteme und Hubschrauber sowie verbesserte Bezahlung und Sozialleistungen will man junge Menschen für den Soldatenberuf begeistern. Mit der „Mission Vorwärts“ wurde bereits eine umfassende Personalwerbekampagne gestartet.

Inlandseinsätze essentiell

Im Inland leistete das Bundesheer einen wesentlichen Beitrag, insbesondere im Rahmen der „Migration“ und bei der Bewachung kritischer Infrastruktur in Wien. Mit über 336.700 Personentagen (äquivalent von 922 Soldaten) im Jahr 2023 und der Aufnahme zahlreicher hilfesuchender Personen und Schlepper zeigt sich das Bundesheer als unverzichtbarer Sicherheitsakteur.

Internationale Einsätze

International ist das österreichische Bundesheer nach wie vor aktiv. Knapp 900 Soldaten befinden sich in 15 Missionen weltweit, darunter im Kosovo, Bosnien und Herzegowina sowie im Libanon. Eine Besonderheit sind die Krisenunterstützungsteams, die zur Evakuierung österreichischer Staatsbürger im Nahen Osten eingesetzt wurden.

Luftstreitkräfte expandieren

Die Luftstreitkräfte verbuchten über 14.000 unfallfreie Flugstunden und führten bedeutende Luftraumsicherungsoperationen durch. Im Rahmen der Modernisierung wurden neue Hubschraubermodelle, wie der AW169 „Lion“, in Dienst gestellt.

Investitionen in Infrastruktur

Eine umfassende Raumordnung in Villach führt zur Zusammenlegung verschiedener Bataillone in einer modernen Großkaserne. Neben diesem Großprojekt wird auch in zahlreiche weitere Baumaßnahmen investiert.

Entminungsdienst aktiv

Der Entminungsdienst leistete bei über 1.000 Einsätzen einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit, indem er große Mengen Kriegsmaterial barg und entschärfte.

Rückblick und Ausblick

Trotz PR und gezielter Propaganda fehlt es dem Bundesheer an finanziellen Mitteln, um internationalen Anschluss zu finden. Das Bundesheer ist auf einem guten Weg, aber weit weg um den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht zu werden. Mit der Mission „Vorwärts“ und dem „Aufbauplan Österreichisches Bundesheer 2032+“ wird ein starkes Fundament für eine sichere Zukunft gelegt.

Quelle

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