Der Iran brennt und das Mullah-Regime schlachtet die eigene Bevölkerung ab. Über 500 Tote pflastern den Weg der Proteste, während die Wirtschaft kollabiert. Doch während auf den Straßen gestorben wird, laufen die Telefondrähte heiß. Es geht hier nicht um Menschenrechte. Es geht um den Deal danach.

Der Auslöser: Seit dem 28. Dezember erschüttern Proteste den Iran, ausgelöst durch den freien Fall der Währung Rial. Menschenrechtsgruppen melden über 500 Tote und mehr als 10.000 Verhaftungen, während Trump verkündet, Teheran wolle verhandeln.
Wer sagt was:
- USA: Der US-Präsident Trump behauptet an Bord der Air Force One, die iranische Führung habe angerufen und um ein Treffen gebettelt. Er droht vage mit „sehr starken Optionen“, während sein Vize JD Vance offen zugibt, man sei bereit für einen neuen Deal.
- Iran: Parlamentssprecher Qalibaf droht, bei einem Angriff Israel und US-Basen in Schutt und Asche zu legen. Gleichzeitig winselt Außenminister Araghchi bei US-Gesandten um Deeskalation.
Das Sittenbild: Es ist nicht nur der Ruf nach Freiheit, es ist der Hunger. Fleischpreise haben sich verdoppelt, Basare schließen und Leichensäcke stapeln sich in Kahrizak. Das Regime reagiert mit dem üblichen Reflex: Internet-Blackout und Scharfschützen. Doch diesmal bröckelt die Fassade massiv. Selbst in regimetreuen Provinzen gehen die Menschen auf die Straße. Reza Pahlavi fordert indes die Sicherheitskräfte auf, die Seiten zu wechseln und die „Schandfahne“ der Republik einzuholen.
Zwischen den Zeilen: Während Trump öffentlich den starken Mann markiert, tauschen sich sein Gesandter Steve Witkoff und Irans Außenminister Araghchi wie alte Bekannte aus.
- Fakt: Der direkte Kanal ist offen, trotz offizieller Funkstille und gegenseitiger Vernichtungsdrohungen.
- Zynismus: Teheran nutzt die Gespräche wohl nur, um Zeit zu kaufen, bevor Trump ernst macht.
- Realität: Die „widersprüchlichen Nachrichten“, die Teheran beklagt, sind Teil des Kalküls.
Follow the money: Die iranische Währung Rial ist auf einem Rekordtief, was die Sparvermögen der Bürger vernichtet hat. Fleisch ist für viele unbezahlbar geworden. Weder Washington noch Teheran erwähnen die Kosten dieses Elends in ihren Verhandlungen.
Was bleibt über: Die Toten auf den Straßen Teherans sind für die Machthaber nur Verhandlungsmasse am Pokertisch. Wenn der Preis stimmt, schütteln sich die Schlächter und die „Befreier“ bald wieder die Hände.
Warum das wichtig ist: Dieser Vorgang entlarvt die brutale Mechanik internationaler Politik. Während wir empörte Tweets absetzen, wird hinter verschlossenen Türen der Fortbestand des Regimes oder dessen geordneter Austausch verhandelt. Washington und Teheran spielen im Hinterzimmer Scharade, während die Weltöffentlichkeit mit Drohgebärden abgespeist wird.
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