In drei Sätzen: Die explodierende Teuerung frisst das Erbe der Wiener Bürger auf, während die SPÖ-Elite ihre Sessel im Rathaus neu sortiert. Vizebürgermeisterin Gaál flüchtet unter dem Deckmantel privater Neuorientierung aus der politischen Verantwortung für den leistbaren Wohnbau. Das System Ludwig installiert nun loyale Parteisoldaten, um das Versagen bei Lebenshaltungskosten und Mieten notdürftig zu kaschieren.
Der Auslöser: Kathrin Gaál legt ihr Amt als Vizebürgermeisterin und Wohnbaustadträtin überraschend nieder. Bürgermeister Michael Ludwig öffnet die Tür für Elke Hanel-Torsch und befördert Finanzstadträtin Barbara Novak zur Vizebürgermeisterin.
Wer sagt was:
- Michael Ludwig (Bürgermeister, SPÖ) lobte die „DNA der Sozialdemokratie“‚ und bezeichnete den Abgang als „‚harten Schlag“.
- Kathrin Gaál (Vizebürgermeisterin, SPÖ) erklärte: „Man soll dann gehen, wenn es am schönsten ist“.
- „Diese Wiener SPÖ ist am Ende und nicht mehr fähig, unsere Stadt verantwortungsvoll zu führen“, erklärt Wiens FPÖ-Landesparteiobmann Stadtrat Dominik Nepp.
- Judith Pühringer und Peter Kraus, die beiden Parteivorsitzenden der Wiener Grünen, geben eine gemeinsame Erklärung ab: „Sie war immer eine glaubwürdige Kämpferin für Frauenrechte, Gleichstellung und Gewaltschutz und hatte stets ein offenes Ohr für gute Vorschläge“
- ÖVP-Gemeinderat Lorenz Mayer hält fest: „Im Wiener Wohnbau gibt es zahlreiche offene Baustellen.“
Das Sittenbild: Die Realität der Mieter sieht anders aus: Die Kosten für Energie und Wohnen steigen unaufhaltsam, während die politische Führung wechselt. Das Systemversagen im Wiener Wohnbau wird durch personelle Verschiebungen überdeckt. Elke Hanel-Torsch agierte jahrelang als Lobby-Schnittstelle in der Mietervereinigung, bevor sie nun direkt am Schalthebel der Macht Platz nimmt.
Zwischen den Zeilen
- Der Rückzug erfolgt mitten in einer massiven Budgetkrise der Haushalte.
- Barbara Novak übernimmt als Finanzstadträtin zusätzlich die repräsentative Rolle der Vizebürgermeisterin.
- Die angepriesene Widmungskategorie für geförderten Wohnbau verhindert die Teuerung auf dem freien Markt nicht.
Follow the money: Milliarden fließen in Wien in den sozialen Wohnbau, doch die Mieten steigen für viele Bürger drastisch an. Jede Rochade im Rathaus belastet das Budget durch neue Beraterstäbe zusätzlich.
Die andere Sicht: Die Stadtregierung feiert den Wechsel als geplante Übergabe für mehr Frauenpower und Klimaschutz im Wohnbau. Die soziale Frage bleibt angesichts der Inflation und steigender Betriebskosten für die Wiener unbeantwortet.
Warum das wichtig ist: In Zeiten massiver Teuerung ist politische Stabilität nur ein hohles Narrativ der Elite. Österreich braucht Realpolitik statt Sesselrücken, um die Souveränität der Brieftaschen seiner Bürger endlich wieder abzusichern.
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