Kartellboss El Mencho liquidiert

Mexikos Militär schaltet mächtigen Kartellboss bei Geheimoperation aus.

Redaktion

In drei Sätzen: Das mexikanische Verteidigungsministerium (Sedena) hat am Sonntag, den 22. Februar 2026, den Anführer des Cártel Jalisco Nueva Generación (CJNG), Nemesio Oseguera Cervantes alias „El Mencho“, bei einer gezielten Militäroperation in der Region Tapalpa (Bundesstaat Jalisco) getötet. Der Einsatz erfolgte vor dem Hintergrund anhaltenden Drucks der US-Regierung auf Präsidentin Claudia Sheinbaum, den Kampf gegen die Kartelle – insbesondere den CJNG und den Fentanyl-Handel – deutlich zu intensivieren. Als unmittelbare Reaktion des Kartells kam es landesweit zu schweren Ausschreitungen.

Der Auslöser: Nach Drohungen der Trump-Administration, direkt in Mexiko zu intervenieren, intensivierte die Regierung Sheinbaum den Kampf gegen die Drogenkartelle. Der tödliche Zugriff auf Oseguera markiert den vorläufigen Höhepunkt dieser neuen Sicherheitsstrategie gegen das organisierte Verbrechen.

Wer sagt was: Ein Regierungsmitarbeiter bestätigte den Ausgang des Einsatzes: „Die Operation zu seiner Festnahme wurde vom Verteidigungsministerium geleitet, und er wurde schließlich getötet“.

https://twitter.com/visionergeo/status/2025645158906167510

Das Sittenbild: Der Tod des CJNG-Anführers stürzt weite Teile Mexikos ins Chaos, während brennende Fahrzeuge wichtige Verkehrsader blockieren. Während der militärische Erfolg die Handlungsfähigkeit der Regierung unterstreicht, zeigt die heftige Reaktion der Kartellmitglieder die tiefe Schlagkraft des Kartells im Land.

Zwischen den Zeilen

  • Die Operation löste in mehr als sechs Bundesstaaten, insbesondere im Norden und Nordwesten, schwere Unruhen aus.
  • In Tapalpa wurden Bewohner aufgefordert, aufgrund der „Code Red“-Situation in ihren Häusern zu bleiben.
  • Gouverneure aus angrenzenden Bundesstaaten wie Michoacán meldeten ebenfalls massive Blockaden auf den Autobahnen.

Follow the money: Das Jalisco-Kartell der Neuen Generation (CJNG) wird als ein kontinentübergreifendes kriminelles Imperium beschrieben, das in seiner wirtschaftlichen und operativen Größe mit dem Sinaloa-Kartell von „El Chapo“ Guzman konkurriert.

Die andere Sicht: Während das Militär den Zugriff als Erfolg verbucht, sieht sich die Zivilbevölkerung mit den unmittelbaren Folgen konfrontiert.

Warum das wichtig ist Die Tötung von „El Mencho“ ist ein Signal an Washington, dass Mexiko ohne fremde Truppen gegen das organisierte Verbrechen vorgehen kann.

Quellen: reuters.com

Share This Article
Keine Kommentare