In drei Sätzen: Die Streitkräfte von Israel und den USA führten am Samstag massive Luftschläge gegen den Iran durch, bei denen laut israelischen Regierungsangaben der Oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei getötet wurde. Während Teheran Berichte über das Ableben des 86-jährigen Geistlichen zunächst dementierte, bestätigten US-Geheimdienstquellen und israelische Offizielle den Fund des Leichnams in den Trümmern seines Anwesens. Die Militäroperation in der iranischen Hauptstadt markiert eine dramatische Eskalation mit dem Ziel, einen internen Umsturz gegen das seit 1979 herrschende System zu erzwingen.
Der Auslöser: Unmittelbarer Anlass für die militärische Intervention waren gescheiterte Nuklearverhandlungen in Genf sowie fortlaufende Berichte über die Entwicklung iranischer Raketensysteme. US-Präsident Donald Trump rechtfertigte die Angriffe zudem als notwendige Maßnahme, um den iranischen Bürgern die Chance zum Sturz der amtierenden Führung zu ermöglichen.
Wer sagt was: In einer Fernsehansprache erklärte der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu: „Es gibt wachsende Anzeichen dafür, dass der Tyrann nicht mehr am Leben ist“. US-Präsident Donald Trump forderte das iranische Volk zeitgleich auf: „Ergreifen Sie die Kontrolle über Ihr Schicksal“. Auf der Gegenseite versuchte der iranische Außenminister Abbas Araghchi die Lage zu beruhigen und gab gegenüber NBC News an, Khamenei sei „nach meinem Wissen“ am Leben.
Das Sittenbild: Der Status quo im Iran ist durch pures Chaos, Fluchtbewegungen aus den Städten und militärische Vergeltungsschläge gegen Israel und US-Stützpunkte geprägt. Während Washington auf einen demokratischen Aufbruch hofft, warnen Geheimdienstanalysten vor einer Machtübernahme durch noch radikalere Elemente der Revolutionsgarden.
Zwischen den Zeilen:
- Satellitenaufnahmen belegen schwere Zerstörungen und aufsteigenden Rauch direkt über dem Amtssitz von Ayatollah Ali Khamenei in Teheran.
- Neben dem Obersten Führer sollen schätzungsweise fünf bis zehn weitere hochrangige Kader der iranischen Führung bei den initialen Schlägen getötet worden sein.
- Die CIA analysierte bereits im Vorfeld verschiedene Szenarien, in denen die Revolutionsgarden (IRGC) im Falle eines Machtvakuums die totale Kontrolle übernehmen.
- Die israelische Armee führt Ali Shamkhani, einen engen Berater des Führers, explizit auf der Liste der bei den Angriffen eliminierten Personen.
Die andere Sicht: Iranische Nachrichtenagenturen wie Tasnim und Mehr zeichnen ein gänzlich anderes Bild der Lage und behaupten, Khamenei sei weiterhin „standhaft und fest bei der Befehlsführung auf dem Feld“. Sie stellen die Berichte über seinen Tod als psychologische Kriegsführung dar und betonen die ungebrochene Handlungsfähigkeit der militärischen Führung trotz der massiven Bombardierungen.
Go Deeper:
Warum das wichtig ist: Die Bestätigung des Todes von Khamenei könnte das Ende der Islamischen Republik in ihrer bisherigen Form einläuten. Ob das Machtvakuum zu einer Befreiung oder zu einer brutalen Militärdiktatur der Revolutionsgarden führt, steht in den Sternen.
Quellen:
