SPORTLAND Niederösterreich baut die landesweite Initiative „NÖ Schwimm Kids“ im Jahr 2026 weiter aus, um die Schwimmkompetenz junger Generationen nachhaltig zu fördern. Das Projekt bietet an mindestens 26 Standorten in ganz Niederösterreich kostenlose Kurse für Kinder zwischen fünf und zehn Jahren ohne Vorkenntnisse an. Die Kinder sollen sich ohne Schwimmhilfen sicher im Wasser bewegen können.
Der Auslöser: Aufgrund der hohen Nachfrage und steigender Nichtschwimmerzahlen kündigte LH-Stellvertreter Udo Landbauer für das laufende Jahr 160 zusätzliche Kurse an. Bis zu 1.280 Kinder in ganz Niederösterreich einen Kurs buchen. Die Anmeldung für die nächsten Einheiten startet bereits am 23. Februar 2026.
Wer sagt was:
- MÖ-Landeshauptstellvertreter Udo Landbauer: „Jedes Kind, das sicher schwimmen kann, ist ein Gewinn für die eigene Sicherheit und für die Eltern. Das ist kein Pilotprojekt mehr, das ist eine Erfolgsgeschichte.“
- Birgit Fürnkranz-Maglock (Präsidentin NÖ Landesverband): „Um Eltern noch mehr Einblick in Inhalte und Methodik zu geben, gibt es auf der Projektwebsite eine eigene Videoserie.“
Das Sittenbild: Da Ertrinken eine der häufigsten tödlichen Unfallursachen bei Kindern ist, schafft das Land durch die Kostenübernahme einen einkommensunabhängigen Zugang zu lebenswichtiger Sicherheitsbildung.
Zwischen den Zeilen:
- Ein Kurs umfasst zehn Einheiten zu je 45 Minuten in Kleingruppen von acht Kindern.
- Zu den neuen Standorten gehören Göstling an der Ybbs, Langenrohr, Seebenstein und Bruck an der Leitha.
- Die Initiative wird gemeinsam mit der Wasserrettung, dem Jugendrotkreuz und der NÖ Versicherung umgesetzt.
Follow the money: Für das Jahr 2026 sind 160 kostenlose Kurse für insgesamt 1.280 Kinder budgetiert. In den vergangenen zwei Jahren wurden bereits rund 300 Kurse für 2.400 Kinder finanziert. Zusätzlich bietet das Land Schwimmscheiben im Webshop zum Preis von 18,95 Euro an.
Die andere Sicht: Bisher konnten trotz des Erfolgs erst rund 2.400 Kinder in zwei Jahren teilnehmen, was angesichts der landesweiten Geburtenraten zeigt, dass der Bedarf das Angebot an kostenlosen Plätzen weiterhin massiv übersteigen dürfte.
Warum das wichtig ist: Die Offensive begegnet einem kritischen Sicherheitsdefizit: Durch die Kombination aus regionaler Expansion und Wegfall der Kostenbarriere wird Schwimmenlernen vom privaten Luxusgut zur geförderten Basiskompetenz für die breite Bevölkerung.
