Milliardengeschenk für Indien

Brüssel verschenkt Milliarden Steuergelder für Freihandelsabkommen mit Indien.

European Commission - FoB Style
Redaktion

Die Europäische Union feiert sich für ein historisches Freihandelsabkommen mit Indien und maskiert die strategische Abhängigkeit als Sieg der Freiheit. Während Brüssel von einer Win-Win-Partnerschaft schwärmt, bereiten Experten bereits die Rechnung für die europäischen Steuerzahler vor. Das Abkommen öffnet zwar Märkte, erkauft sich diesen Zugang aber mit massiven Finanzspritzen und dem Risiko, europäische Kernindustrien langfristig zu schwächen.

Der Auslöser: Am 26. Januar 2026 verkündeten die EU und Indien den Abschluss der Verhandlungen über das größte Freihandelsabkommen ihrer Geschichte. Dieser Durchbruch erfolgte pünktlich zum indischen Tag der Republik, an dem Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen als Ehrengast die Parade der indischen Großmachtansprüche beklatschte.

Wer sagt was:

  • Ursula von der Leyen, Präsidentin der EU-Kommission (CDU), behauptet: „Wir haben eine Freihandelszone von 2 Milliarden Menschen geschaffen […]“
  • Narendra Modi, Premierminister von Indien (BJP), betont die „Reise von der Dunkelheit zum Licht“ durch diese Erneuerung.
  • Maroš Šefčovič, EU-Handelskommissar (Smer-SD), lobt die „herausragende Arbeit“ bei der Senkung der Zölle.

Das Sittenbild: Das Systemversagen der europäischen Handelspolitik zeigt sich in der Verzweiflung, mit der neue Partner gesucht werden. Da der Handel mit China zunehmend als Risiko gilt, wirft man sich nun dem indischen Giganten an den Hals.

Zwischen den Zeilen: Hinter der Fassade der wirtschaftlichen Offenheit verbergen sich unbequeme Wahrheiten.

  • Fakt: Die EU schießt hunderte Millionen Euro zu, um Indiens industriellen Wandel zu finanzieren.
  • Widerspruch: Während man von Klimaschutz redet, werden die massiven Emissionen der indischen Schwerindustrie durch das Abkommen indirekt gefördert.
  • Realität: Sensible Sektoren wie Agrarprodukte werden zwar offiziell geschützt, doch der Druck auf kleine europäische Erzeuger wird durch die allgemeine Marktöffnung steigen.

Follow the money: Die finanziellen Dimensionen sind gewaltig. Europäische Exporteure sollen jährlich bis zu 4.000.000.000 EUR an Zöllen einsparen. Gleichzeitig pumpt die EU 500.000.000 EUR an Unterstützungsgeldern nach Indien, um dort den Treibhausgasausstoß zu senken.

Was bleibt über: Ein zynischer Pakt, der europäisches Kapital und Technologie gegen den Zugang zu einem Billiglohnmarkt eintauscht. Transparenz? Fehlanzeige, wenn man bedenkt, dass die wirklichen Kosten des „nachhaltigen Wandels“ Indiens am Ende beim europäischen Bürger hängen bleiben.

Warum das wichtig ist: Dieses Abkommen zementiert eine Machtmechanik, in der die EU als globaler Finanzier auftritt, um sich politischen Wohlwillen zu erkaufen. Der finanzielle Schaden droht nicht durch die Zollsenkungen, sondern durch die langfristige Deindustrialisierung Europas, wenn Indien die europäische Technologie erst einmal absorbiert hat.

Quellen:

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