ORF-Stiftungsräte planen Maulkorb

Stiftungsräte planen Redezeitbeschränkung während Peter Westenthaler massive ORF-Abzocke anprangert.

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Redaktion

In drei Sätzen: Der ORF-Stiftungsrat bastelt unter dem Deckmantel der Effizienz an einer neuen Geschäftsordnung, die lästige Kritiker durch Redezeitbeschränkungen mundtot machen soll. Während sich das Gremium in den Räumen einer ÖVP-nahen PR-Agentur verschanzt, entlarvt die FPÖ das Sittenbild eines politisch besetzten Aufsichtsorgans. Am Ende steht der Versuch einer satten Elite, den letzten Rest an Debattenkultur im Staatsfunk durch ein autoritäres Regelwerk zu ersetzen.

Der Auslöser: Eine Arbeitsgruppe des ORF-Stiftungsrats debattiert am Dienstag über eine Reform der Geschäftsordnung, um Peter Westenthaler (Stiftungsrat, FPÖ) nach dessen scharfen Attacken auf die ORF-Führung und Berichten über Malversationen zu disziplinieren.

Wer sagt was:

  • Peter Westenthaler (Stiftungsrat, FPÖ) nennt die Sitzung in einer Privatagentur „völlig irre“ und spricht von einer „unglaublichen Beschneidung der Arbeit“.
  • Roland Weißmann (Generaldirektor, ORF) rechtfertigt die Gebühren für Führungen als gesetzliche Notwendigkeit und weist Vorwürfe der „Abzocke“ zurück.

Das Sittenbild: Hier zeigt sich die ganze Doppelmoral einer abgehobenen Funktionärsklasse, die Unabhängigkeit predigt, sich aber zur Postenschacher-Konferenz beim PR-Berater trifft. Siehe auch: Schluss mit Zwangsgebühren.

Zwischen den Zeilen:

  • Juristische Gutachten für einen Ausschluss Westenthalers liegen bereits seit 2024 in den Schubladen der Gremien.
  • Stiftungsräte fürchten um ihre persönliche Haftung, nachdem Vorwürfe massiver finanzieller Malversationen im Raum stehen.

Follow the money: Der ORF verlangt für Führungen 12 Euro pro Erwachsenem und 6,60 Euro pro Kind, was die FPÖ als zusätzliche Belastung der Beitragszahler brandmarkt.

Warum das wichtig ist: Wenn Kontrolleure kontrolliert werden sollen, weil sie ihre Aufgabe zu ernst nehmen, ist die Demokratie am Küniglberg am Ende. Das System schützt sich selbst vor der Transparenz.

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