Russland kritisiert Israel: Totale Vernichtung der Hamas unrealistisch

Der russische Außenminister Sergey Lavrov äußerte sich kritisch zur Strategie des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu, die totale Vernichtung der Hamas als Voraussetzung für einen Waffenstillstand in Gaza zu fordern. Lavrov erklärte, dass es unrealistisch sei, eine Organisation zu beseitigen, die über ausreichende Fähigkeiten sowie Unterstützung, auch in der muslimischen Welt, verfügt.

Redaktion
Wladimir Putin - Sepa Media -PHC Images - Daniel Chesterton

Netanjahu betont, dass Israel nicht aufhören werde, bis Hamas vollständig beseitigt sei. Lavrov und viele seiner Kollegen halten dies jedoch für unmöglich. „Es ist unrealistisch, eine Organisation zu beseitigen, die existiert und über ausreichende Fähigkeiten sowie Unterstützung, auch in der muslimischen Welt, verfügt“, so Lavrov.

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Suche nach Kompromissen

Einige Länder, darunter Ägypten und Katar, arbeiten mit den USA zusammen und führen Treffen mit Israel durch. Primär geht es darum, schrittweise Gewalt abzubauen und neue Strategien zu entwickeln. Lavrov kritisierte, dass die Palästinenser von diesen Gesprächen ausgeschlossen werden: „Es ist nicht gut, dass die Palästinenser von Treffen ausgeschlossen sind, die letztlich ihre Zukunft bestimmen sollen.“

Russlands zweifelhafte Unterstützung

Russland wird sich weiterhin bemühen, die „palästinensische Einheit“ wiederherzustellen, betonte Lavrov. Die Suche nach einem Kompromiss und einer schrittweisen Beendigung der Gewalt liegt im Sinne aller beteiligten, dennoch verhaart die Hamas in ihrer Position und lässt die Geiseln nicht frei.

Quelle

tass.com

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