In drei Sätzen: Keir Starmer tritt nach massiven internen Rebellionen und katastrophalen Umfragen als Labour-Chef und Premierminister zurück. Sein Rückzug markiert den siebten Regierungschef in nur zehn Jahren, während die Partei bereits den nächsten Machtkampf gegen den aufstrebenden Andy Burnham ausfechtet. Eine stolze Mehrheit von 2024 reicht eben nicht, wenn man sich als Regierungschef zur persona non grata in den eigenen Reihen macht.
Auslöser Nach verheerenden Verlusten bei den Lokalwahlen im Mai und einer offenen Revolte der eigenen Abgeordneten sah Starmer keine Zukunft mehr.
Wer sagt was:
- Keir Starmer: Bezeichnet seinen Einzug in die Downing Street als „stolzesten Moment“ seines Lebens und geht jetzt „mit Anstand“.
- Frank meint: Wer sich mit Leuten wie Mandelson umgibt, darf sich nicht wundern, wenn der eigene Sessel schneller wackelt als das Pfund nach der Rücktrittsrede.
Sittenbild: Die Labour-Party führt sich auf wie eine Ansammlung von Schulkindern im Dschungelcamp. Während Starmer stolz von „verbesserten Arbeitnehmerrechten“ träumt, haben 52 % der Briten längst genug von seinem elitären Gehabe. Dass jetzt der ehemalige Bürgermeister von Manchester, Andy Burnham, als „Retter“ in den Startlöchern steht, ist nur die nächste Episode dieses absurden Londoner Kasperltheaters.
Warum das wichtig ist: Die Märkte sind nervös, die Staatsverschuldung explodiert und Großbritannien bleibt das inflationärste Sorgenkind der G7. Der politische Kurswechsel unter einem möglichen Premier Burnham ist ein Glücksspiel, für das am Ende wieder der Steuerzahler die Rechnung präsentiert bekommt.
Warum das wichtig ist: Während die Labour-Elite über Posten und Ambitionen streitet, hat der britische Staat die höchsten Kreditkosten unter allen G7-Nationen. Man fragt sich, wann in diesem Land endlich wieder regiert statt nur debattiert wird.
Gute Reise, Starmer.
Frank sagt:

