Unser Fleisch verramscht

Petition richtet sich gegen Dumpingpreise bei Grundnahrungsmitteln.

Sujetbild Schwein - PublicDomainImages - Pixabay - Runway FoB AI
Redaktion

In drei Sätzen: Die gnadenlose Teuerung bei Lebensmitteln frisst die Existenzgrundlage unserer heimischen Schweinebauern restlos auf. Dank der Brüsseler Elite verkommt Fleisch zur billigen Ramschware. Familienbetriebe sehen die Versorgungssicherheit Österreichs massiv gefährdet.

Der Auslöser: Der EU-Großhandel flutet den Markt mit Schweinefleisch für lächerliche 2,99 Euro netto pro Kilo. Diese Preisspirale öffnet Tür und Tor für den finalen Ausverkauf der heimischen Landwirtschaft.

Wer sagt was: Georg Strasser (Bauernbund, ÖVP): „Die Debatte um billige Lebensmittel muss endlich ein Ende haben. Hochwertige heimische Lebensmittel haben einen Wert und daher auch ihren Preis.“

Das Sittenbild: Billigimporte dienen als Vehikel, um die heimischen Tierhaltungsstandards durch wirtschaftlichen Druck systematisch zu untergraben.

Zwischen den Zeilen:

  • Kampagnen der Handelsriesen verschleiern die bittere Armut auf den Höfen.
  • Der Konsument zahlt im Supermarkt Rekordpreise, die nicht bei den Bauern ankommen.

Follow the money: Gerade einmal 2,8 Prozent des Endpreises erreichen den Stall des Bauern. Vom 18,50 Euro Schnitzel im Gasthaus bleiben dem Bauern mickrige 53 Cent.

Petition Schleuderpreise stoppen: Der Bauernbund richtet sich gegen extrem niedrige Lockangebote und Dumpingpreise bei Grundnahrungsmitteln wie Brot, Milch, Butter oder Fleisch. Ein fairer Anteil der Wertschöpfung für Bauern wird gefordert. Zur Petition: schleuderpreise-stoppen.at

Die andere Sicht: Der Handel argumentiert mit der notwendigen Leistbarkeit für einkommensschwache Haushalte in Zeiten der Inflation. Die Schleuderpreise zerstören die Produktion in Österreich und machen uns langfristig von teuren Importen aus dem Ausland abhängig.

Warum das wichtig ist: Ohne faire Erzeugerpreise kollabiert die Ernährungssouveränität unter der Last der allgemeinen Teuerung. Wir müssen Österreich zuerst denken, bevor die letzte Stalltür für immer geschlossen wird.

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