Quittung für jahrelanges Missmanagement: Mit dem Modell „Österreich PLUS“ kaschiert die Regierung ihr Versagen beim Bundesheer auf Kosten einer ganzen Generation. Während junge Männer künftig acht Monate dienen und zur Miliz zwangsverpflichtet werden, fordern Experten nun den nächsten radikalen Schritt: Auch Frauen sollen endlich einrücken.
Der Auslöser: Am heutigen Tag der Wehrpflicht legte die von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner eingesetzte Kommission ihren Bericht mit 49 Empfehlungen vor. Zentrale Forderung ist die massive Ausweitung der Dienstzeit auf acht Monate plus eine zusätzliche Übungspflicht von 60 Tagen.
Wer sagt was:
- Erwin Hameseder (Vorsitzender Wehrdienstkommission) betont die Notwendigkeit der Reform für den Erhalt des Milizsystems: „Diese Maßnahmen sind die letzte Chance, um die personelle Einsatzbereitschaft unserer Miliz langfristig zu sichern.“ Walter Feichtinger (Stellvertretender Vorsitzender) und Ferdinand Mayer (Leiter Zivildienstserviceagentur) präsentierten gemeinsam mit Hameseder die Details der Kommission und hielten fest: „Wir haben ein tragfähiges Konzept erarbeitet, das sowohl militärische als auch zivile Bedarfe präzise abbildet.“
- Klaudia Tanner (ÖVP, Verteidigungsministerin) fordert den Mut für diese Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung: „Wir müssen jetzt entschlossen handeln, denn Sicherheit gibt es nicht zum Nulltarif – der Schutz der Österreicherinnen und Österreicher muss uns diesen Schritt wert sein.“
- Friedrich Ofenauer (ÖVP, Wehrsprecher) bezeichnet das Modell als wichtiges Interesse der Republik: „Es geht hier um eine fundamentale Säule unserer Souveränität, die wir mit diesem Modell zukunftsfest machen.“
- Douglas Hoyos (NEOS, Sicherheitssprecher) sieht im Bericht eine Vielzahl an guten Vorschlägen für die Wehrhaftigkeit: „Endlich liegen konstruktive Ansätze auf dem Tisch, um die Verteidigungsfähigkeit unseres Landes aus der jahrelangen Stagnation zu führen.“
- Klaus Seltenheim (SPÖ, Bundesgeschäftsführer) erteilt der Wehrpflicht für Frauen eine Absage und warnt vor hohen Kosten: „Eine Ausweitung der Wehrpflicht ist mit uns nicht zu machen; zudem droht dieses Vorhaben ein finanzielles Fass ohne Boden zu werden.“
- Armin Richter (Milizverband, Präsident) begrüßt die Übungspflicht als Signal von strategischer Tragweite: „Die Rückkehr zu verpflichtenden Übungen ist das längst überfällige Bekenntnis zu einer glaubwürdigen Landesverteidigung.“
- Volker Reifenberger (FPÖ, Wehrsprecher) kritisiert das Regierungschaos und fordert die Anhebung des Mobilmachungsrahmens: „Statt wirkungsloser Ankündigungen im schwarz-grünen Chaos brauchen wir eine echte Aufstockung auf 55.000 Soldaten, um einsatzbereit zu sein.“
- Gerald Schöpfer (Rotes Kreuz, Präsident) hofft auf eine rasche Umsetzung zur Stärkung der zivilen Verteidigung: „Wir brauchen diese Reform schnellstmöglich, um die Resilienz unserer Gesellschaft in Krisenzeiten zu gewährleisten.“
- Peter Kaiser (Rotes Kreuz, Generalsekretär-Stellvertreter) lobt die bessere Ausbildung durch einen längeren Zivildienst: „Mehr Zeit im Dienst bedeutet eine tiefere Qualifikation der jungen Menschen, wovon das gesamte Rettungswesen profitiert.“
- Die ARGE WDV (Antimilitaristen) warnt hingegen vor Kriegshysterie und fordert die einseitige Abrüstung: „Wir lassen uns nicht in eine Spirale der Aufrüstung treiben; was wir brauchen, ist zivile Konfliktlösung statt neuerlicher Militarisierung.“
Das Sittenbild: Das System steht vor dem völligen Kollaps. Jahrelang wurde das Heer als Sparschwein der Nation missbraucht. Nun sollen die Bürger die personellen Lücken füllen. Man verkauft uns den Dienst an der Waffe als „Sicherheit“, während die Politik gleichzeitig das kollektive Versagen bei der Rekrutierung eingesteht.
Zwischen den Zeilen:
- Das Modell „Österreich PLUS“ sieht acht Monate Grundwehrdienst und 60 Tage verpflichtende Übungen vor.
- Der Zivildienst soll im Gleichschritt auf mindestens zwölf Monate verlängert werden, um die Wehrgerechtigkeit zu wahren.
- Die Wirtschaft wird durch die neuen Übungspflichten zusätzlich belastet, da Mitarbeiter regelmäßig im Betrieb fehlen werden.
- Es gibt bisher keine politische Einigung in der Koalition über die finale Umsetzung des Berichts.
„Wehrpflicht“ für Frauen: Das ist der Punkt, an dem sich die Geister scheiden. Die Experten und die NEOS argumentieren so:
- Gerechtigkeit: Wenn man den Männern mehr Zeit stiehlt (8 statt 6 Monate), wird der Ruf nach einer Einbeziehung von Frauen lauter, um die Last zu verteilen.
- Personalnot: Das Heer findet nicht genug Freiwillige. Die „Lösung“ der Experten: Den Pool verdoppeln, indem man die Wehrpflicht auf Frauen ausweitet.
Follow the money: Der Aufbauplan 2032+ bildet das finanzielle Rückgrat dieser geplanten Reform. Die SPÖ warnt bereits vor erheblichen finanziellen Auswirkungen und Kosten für das Bundesbudget. Besonders die Lohnfortzahlungen während der 60 Tage Milizübung werden die Steuerzahler massiv belasten.
Was bleibt über: Die Politik bedient sich wieder am wertvollsten Gut der Bürger: ihrer individuellen Zeit. Ein moralischer Bankrott, der mühsam als Vorsorge für den Frieden getarnt wird.
Warum das wichtig ist: Was hier als Fortschritt und „Gerechtigkeit“ verkauft wird, ist in Wahrheit ein beispielloser staatlicher Übergriff. Frauen sollen nun als personelle Lückenbüßer für ein System herhalten, das die Politik über Jahrzehnte sehenden Auges gegen die Wand gefahren hat. Es geht nicht um Landesverteidigung, sondern um die totale Kontrolle über weibliche Lebensentwürfe: Erst die Kaserne, dann die späte Mutterschaft und schließlich die Abgabe der Kinder zur Fremdbetreuung. Wer diesen Marschbefehl für Frauen akzeptiert, opfert die individuelle Freiheit auf dem Altar einer gescheiterten Militärstruktur.
Sollte man wissen: Ukraine: Der 50-Millionen-Friedensdiesel
Quellen:
- Klaudia Tanner: Video-Statement
- Friedrich Ofenauer: ÖVP-Stellungnahme
- Douglas Hoyos: NEOS-Reaktion
- Armin Richter: Milizverband Österreich
- Volker Reifenberger: FPÖ-Kritik
- Gerald Schöpfer: Rotes Kreuz Statement
- Klaus Seltenheim: SPÖ-Position
- ARGE WDV: Antimilitaristische Kampagne
- Erwin Hameseder: Bericht der Kommission


