Zensur: X vor Sperre in Brasilien – Starlink-Konten wurden eingefroren

Ein Richter des brasilianischen Obersten Gerichtshofs hat am Mittwoch gedroht, die Social-Media-Plattform X im Land zu sperren, falls der Besitzer Elon Musk innerhalb von 24 Stunden keinen rechtlichen Vertreter für die Plattform benennt. Ein monatelanger Konflikt zwischen dem Höchstrichter Alexandre de Moraes und Elon Musk eskaliert.

Redaktion
Sujetbild Zensur - 0fjd125gk87 - Pixabay

Der Streit zwischen Musk und de Moraes begann, als der Richter X Anfang des Jahres anwies, bestimmte Konten zu sperren, die beschuldigt wurden, während der Amtszeit des ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro Falschmeldungen und Hassbotschaften verbreitet zu haben. Diese Anordnung führte zu einer Reihe von rechtlichen Auseinandersetzungen, die nun in dem Ultimatum des Richters gipfelten.

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Während Musk den Richter öffentlich beschuldigte, gegen die Gesetze zu verstoßen, die er eigentlich schützen sollte, bleibt die brasilianische Justiz hart. De Moraes erklärte, dass die Maßnahmen gesetzlich fundiert seien und von einer Mehrheit des Gerichts unterstützt würden.

Elon Musks Konflikt mit der brasilianischen Justiz hat sich nicht nur auf die Social-Media-Plattform X beschränkt, sondern auch Auswirkungen auf sein Highspeed-Internet Starlink. Brasilien hat angeordnet, die Zahlungsflüsse und Konten von Starlink im Land einzufrieren, was die Spannungen zwischen Musk und dem brasilianischen Obersten Gerichtshof weiter verschärft.

Reaktionen in Brasilien

In Brasilien sind die Meinungen gespalten. Während einige die Situation mit Humor nehmen und auf X Memes verbreiten, äußern andere ihre Besorgnis über eine mögliche Zensur. Gleichzeitig unterstützen Anhänger des Richters die Maßnahmen und betonen deren rechtliche Legitimität.

Keine Einigung in Sicht

Sowohl Musk als auch de Moraes zeigen keine Bereitschaft, in dem Konflikt nachzugeben, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die Plattform X in Brasilien tatsächlich gesperrt wird.

Fazit und Ausblick

Der Streit spiegelt eine tiefere Auseinandersetzung über die Grenzen der Meinungsfreiheit und die Verantwortung von Social-Media-Plattformen wider, die in Brasilien und darüber hinaus weiter diskutiert werden dürfte.

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