„Allianz der Schande“: Straßenschlachten in Frankreich

Nach der zweiten Runde der Parlamentswahl in Frankreich am 7. Juli 2024 kam es zu heftigen Ausschreitungen. Tausende Menschen versammelten sich in Paris auf dem Place de la République, um den Sieg des Linksbündnisses zu feiern. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Auch in anderen Städten wie Lille und Rennes kam es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei.

Sujetbild Gefängnis - Ichigo121212 - Pixabay
Redaktion

Der unerwartete Wahlerfolg des Linksbündnisses hat für Aufatmen in der politischen Union gesorgt. Präsident Emmanuel Macron muss nun um seine politische Zukunft bangen.

Le Pen gibt sich kämpferisch

Marine Le Pen, Vorsitzende des Rassemblement National (RN), sprach im Fernsehsender TF1 von einem „aufgeschobenen“ Sieg ihrer Partei. „Die Flut steigt. Sie ist dieses Mal nicht hoch genug gestiegen, aber sie steigt weiter und deshalb ist unser Sieg nur aufgeschoben“, erklärte Le Pen. Trotz der Wahlschlappe betonte sie, dass ihre Partei die Anzahl der Abgeordneten verdoppeln konnte und nun „die stärkste Partei in Frankreich“ sei.

Premierminister Attal tritt zurück

Die überraschenden Wahlergebnisse führten auch zu personellen Konsequenzen. Premierminister Gabriel Attal kündigte seinen Rücktritt an. „Ab Montag werde ich nicht mehr Premier sein“, sagte er in einer Rede. Attal zieht damit die Konsequenzen aus dem enttäuschenden Abschneiden seiner Partei.

„Allianz der Schande“

Jordan Bardella, Vorsitzender des RN, verurteilte die taktischen Manöver der anderen Parteien scharf. „Über 200 Kandidaten haben sich vor den Stichwahlen zurückgezogen, um unsere Partei zu schwächen“, erklärte er. Bardella sprach von einer „Allianz der Schande“ zwischen dem Linksbündnis und dem Mitte-Bündnis von Macron, die darauf abzielt, die Wählerstimmen zu bündeln und den RN zu benachteiligen.

Fazit und Ausblick

Die Parlamentswahl 2024 in Frankreich brachte unerwartete Ergebnisse und führte zu erheblichen Unruhen im Land. Während das Linksbündnis feiert und der RN sich kämpferisch gibt, steht Präsident Macron vor einer ungewissen politischen Zukunft.

Quelle

merkur.de

focus.de

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