Edtstadler oder Brunner: ÖVP möchte EU-Kommissare alleine nominieren

Die ÖVP plant, Finanzminister Magnus Brunner und Verfassungsministerin Karoline Edtstadler als österreichische EU-Kommissare zu nominieren. Die Grünen lehnen dies ab und unterstützen stattdessen Othmar Karas. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erwartet von jedem Land zwei Vorschläge - eine Frau und einen Mann - um die Geschlechterparität zu gewährleisten.

Redaktion
Karoline Edtstadler - SEPA Media - Martin Juen

Die ÖVP will trotz des Widerstands der Grünen selbst zwei Kandidaten nominieren.

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Sideletter gilt nicht mehr

Parteichef Werner Kogler machte klar, dass der Sideletter mit der ÖVP nicht mehr gültig sei und die Grünen bei der Entscheidung mitreden wollen. Beschlüsse der Regierung müssen einstimmig im Ministerrat erfolgen, daher können die Grünen die Nominierung nicht allein der ÖVP überlassen.

Grüne Macht schwindet

Die Grünen sind empört über den Vorstoß der ÖVP. „Dass die ÖVP allein zwei Vorschläge macht und die Grünen keinen, sei nicht akzeptabel,“ heißt es aus grünen Kreisen. Die Grünen möchten mitentscheiden, wen Österreich nach Brüssel schickt und favorisieren Othmar Karas als Kompromisskandidaten. Karas genießt auch die Unterstützung von Neos und SPÖ.

Fazit und Ausblick

Als möglichen zweiten Vorschlag für eine weibliche Kandidatin lassen die Grünen die Entscheidung offen, betonen aber, dass Brunner und Edtstadler keine akzeptablen Nominierungen sind. Kogler betont die Bedeutung eines gemeinsamen Vorschlags im Sinne des europäischen Geistes.

Eine offizielle Stellungnahme von ÖVP und Grünen zu den Nominierungsplänen blieb am Freitag aus.

Quelle

derstandard.at

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