Razzia in Wiener Hotels: Jeder vierte Ausländer arbeitet schwarz

Die Finanzpolizei führte im Juni Kontrollen in sieben Wiener Hotels durch. Jeder vierte Dienstnehmer des Fremdpersonals war illegal beschäftigt. Insgesamt wurden 96 Personen überprüft und 23 Verstöße festgestellt, was zu Strafen in Höhe von 68.000 Euro und zur sofortigen Einbringung von 43.000 Euro an Abgabenrückständen führte.

Sujetbild Ermittlung - Msporch - Pixabay
Redaktion

An den Kontrollen waren 77 Einsatzkräfte beteiligt, darunter Mitarbeitende des Prüfdienstes Lohnabgaben und Beiträge, der Polizei sowie des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl. 

Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP) betont die Bedeutung dieser Einsätze im Kampf gegen Schwarzarbeit und Abgabenbetrug: „Die Finanzpolizei hat mit diesem Einsatz weiteren Schaden verhindert.“

Fokus auf Reinigungskräfte

Der Fokus lag auf Ausländern. Dabei wurden 23 Verstöße gegen das Ausländerbeschäftigungsgesetz, das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz, das Lohn-und Sozialdumpingbekämpfungsgesetz sowie das Arbeitszeitgesetz festgestellt. Das bedeutet, dass jeder vierte Dienstnehmer des kontrollierten Fremdpersonals illegal beschäftigt war.

Verstöße in Subunternehmen

Ein besonders gravierender Fall wurde in einem Hotel im 7. Wiener Gemeindebezirk aufgedeckt, wo ein Subunternehmen die Hälfte der zehn angetroffenen Reinigungskräfte illegal beschäftigte. Zudem kam es zu vier Festnahmen wegen illegalen Aufenthalts. In einem anderen Hotel wurden die Reisepässe von drei ausländischen Angestellten konfisziert.

Fazit und Ausblick

Wilfried Lehner, Leiter der Finanzpolizei, erklärte, dass die Kontrollen im Hotelreinigungsbereich fortgesetzt und bei Bedarf intensiviert werden: „Die Schwerpunktkontrollen im Hotelreinigungsbereich werden zum Schutz der legalen Anbieter von der Finanzpolizei fortgesetzt und bei Bedarf auch intensiviert.“

Quelle

Bundesministerium für Finanzen

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