Andreas Hanger inszeniert sich als Gralshüter des Steuergeldes, doch seine einzige Währung ist pures Getöse. Statt Aufklärung liefert der ÖVP-Fraktionsführer im Vorfeld zum Pilnacek-Ausschuss bloße Pöbelei und Ablenkung. Wer anderen eine „Polit-Show“ vorwirft, sollte nicht selbst die Hauptrolle in einem peinlichen Schmierentheater spielen.
Der Auslöser: Der ÖVP-Abgeordnete feuert seit Wochen aus allen Rohren gegen den geplanten Lokalaugenschein im Fall Pilnacek, attackiert den U-Ausschuss-Vorsitzenden Walter Rosenkranz mit einer Vehemenz, die an Panik grenzt.
Wer sagt was: Hanger gefällt die Rolle eines politischen Rammbocks:
- Er bezeichnet parlamentarische Arbeit als Verschwendung: „Abgeordnete sind keine Tatort-Ermittler.“
- Über die politische Konkurrenz urteilt er abfällig: „Das ist keine verantwortungsvolle Politik, sondern Schmutzkübelarbeit nach Pilz-Vorbild.“
- Hämisch kommentiert er Fehler anderer: „Da sind eindeutig zu viele Nullen beim U-Ausschuss-Team der FPÖ hineingerutscht.“
- Er wirft der Volksanwaltschaft Manipulation vor: „Wer eine seriöse gerichtsmedizinische Aufarbeitung durch politische Wunschdeutungen ersetzt, betreibt keine Kontrolle, sondern Irreführung.“
- Den Nationalratspräsidenten greift er frontal an: „Das ist politisch untragbar.“
Das Sittenbild: Sobald die Luft für die ÖVP dünn wird, schaltet er in den destruktiven Angriffsmodus. Sein politischer Stil erinnert dabei weniger an einen gewählten Volksvertreter, sondern an einen Raufbold, der Argumente durch Lautstärke ersetzt. Es geht ihm offensichtlich nicht um Fakten, sondern um die systematische Vernebelung jeglicher Aufklärungsarbeit, die seiner Partei gefährlich werden könnte. Er stilisiert sich zum Richter über Anstand und Moral, während er selbst im Glashaus mit Felsbrocken wirft.
Zwischen den Zeilen: Hangers Strategie ist so durchschaubar wie primitiv:
- Er zitiert genüsslich verlorere Medienprozesse von „ZackZack“, um vom brisanten Inhalt der Pilnacek-Tonbänder abzulenken.
- Während er der Opposition „Verschwörungserzählungen“ vorwirft, konstruiert er selbst wilde Zusammenhänge, um die Unabhängigkeit der Volksanwaltschaft zu untergraben.
- Er fordert „volle Transparenz“, blockiert aber inhaltliche Debatten durch permanente Verfahrens-Scharmützel.
- Die Attacke gegen Rosenkranz wegen dessen Ex-Mitarbeiter dient primär dazu, den Ausschussvorsitz zu beschädigen, bevor die ersten heiklen Fragen an die ÖVP gestellt werden.
Follow the money: Hanger jammert lautstark über die Kosten eines Lokalaugenscheins und warnt vor Belastungen für die Steuerzahler. Das ist der Gipfel der Heuchelei.
Was bleibt über: Ein Fraktionsführer, dessen inhaltliche Leere nur noch von seiner Aggressivität übertroffen wird. Hanger ist kein Aufklärer, er ist der Totengräber der politischen Kultur in diesem Land.
Warum das wichtig ist: Hangers Methode der verbrannten Erde zeigt deutlich, wie nervös die ÖVP bei der Causa Pilnacek tatsächlich ist. Wer so laut schreit, hat meistens etwas zu verbergen.
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