Die Lufthoheit über den Stammtischen reicht nicht mehr. Herbert Kickl und die FPÖ umgehen den Filter der etablierten Redaktionen endgültig und starten mit „Austria first“ eine digitale Medienoffensive. Anstatt sich über die mangelnde Objektivität der „Systemmedien“ nur zu beschweren, beweist die Opposition Konsequenz: Sie baut ihre eigene Infrastruktur auf, um „linke Meinungsmache“ ungefiltert durch „echte Nachrichten“ zu ersetzen.
Der Auslöser: Der Startschuss fiel am 17. Januar 2026 im Rahmen des Neujahrstreffens in Klagenfurt unter dem Motto „Mein Land – Mein Radio“. Kickls erster Musikwunsch: Don’t Stop Believin.
Wer sagt was: Herbert Kickl kündigt selbstbewusst „Österreichs erstes Patriotenradio“ an. Er verspricht ein Programm für jene, die „Österreich im Herzen tragen“, und positioniert den Sender als Gegenentwurf zur etablierten Berichterstattung. Seine Ansage an die Hörer ist eindeutig: Reinhören zahle sich aus, denn hier gebe es Fakten abseits des Mainstreams.
Das Sittenbild: Dieser Schritt ist die logische Konsequenz aus dem tiefen Misstrauen gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk und den großen Verlagshäusern. Während die Regierungsparteien oft auf die wohlwollende Begleitung durch traditionelle Medien vertrauen, schafft sich die FPÖ eine unabhängige Direktleitung zum Bürger. Es ist der Versuch, die Deutungshoheit über politische Themen zurückzugewinnen und „politisch korrekte“ Narrative durch eine patriotische Sichtweise zu brechen.
Zwischen den Zeilen:
- Der Sender agiert technisch unabhängig von staatlichen Frequenzvergaben, da er rein als Webradio und über eine App läuft.
- Das Programm ist kein bloßer Podcast, sondern ein 24-Stunden-Vollprogramm mit live moderierten Strecken am Morgen, Mittag und Nachmittag.
- Die musikalische Ausrichtung „Echte Hits für echte Österreicher“ ist eine bewusste Abgrenzung von Systemmedien.
- Mit Formaten wie „Austria First Klartext“ am späten Nachmittag wird die politische Hauptsendezeit gezielt bespielt.
Follow the money: Die Währung ist hier die Reichweite. Laut Kickl erreicht das freiheitliche Medienhaus über seine Kanäle bereits jetzt mehr als 2,4 Millionen Österreicher.
Was bleibt über: Das ist kein Piratensender aus dem Keller. Es ist der professionelle Aufbau einer parallelen Medienrealität, die den klassischen Journalismus für die eigene Zielgruppe überflüssig machen soll.
Warum das wichtig ist: Wenn eine Partei zum Medienkonzern wird, verschieben sich die Machtmechaniken der Republik. Die FPÖ macht sich immun gegen kritische Nachfragen externer Journalisten, indem sie ihre Wähler rund um die Uhr selbst bespielt.
Quellen:


