Das Innenministerium unter Gerhard Karner hat den Überblick über die Sicherheit im Land verloren. 1.600 Asylwerber sind im Jahr 2025 einfach vom Radar verschwunden. Das entspricht der Größenordnung von 64 Schulklassen, die sich dem rechtsstaatlichen Verfahren entzogen haben und nun ohne jede Kontrolle im System oder im Untergrund verbleiben.
Der Auslöser: Das Innenministerium bestätigte aktuelle Zahlen für das Jahr 2025, wonach der Kontakt zu jedem zehnten registrierten Asylwerber in Österreich vollständig abgebrochen ist. Täglich verschwinden im Schnitt vier Personen, ohne dass der Staat weiß, wo sie sich aufhalten oder wovon sie leben.
Wer sagt was: Markus Haindl, Sprecher von Innenminister Gerhard Karner (ÖVP): „In Österreich haben sich im vergangenen Jahr etwa 1.600 Menschen dem Verfahren entzogen.“
Das Sittenbild: Das Systemversagen hat Methode, denn wenn monatlich 133 Menschen untertauchen, ist das kein Zufall, sondern ein strukturelles Defizit der Exekutive. Warum passiert das gerade jetzt? Während die Politik von harten Grenzen fantasiert, sickert die Realität durch die Maschen eines überforderten Apparats, der lieber wegsieht als durchgreift.
Zwischen den Zeilen: Die offiziellen Erklärungen klingen nach Beruhigungspille, doch die Fakten sprechen eine andere Sprache.
- Fakt: Wer sich dem Verfahren entzieht, verliert zwar staatliche Leistungen, findet aber oft Unterschlupf in illegalen Strukturen.
- Das Ministerium vermutet Heimreisen, hat dafür aber keine Beweise und nennt keine validen Zahlen für tatsächliche Ausreisen.
- Die Gefahr der Schwarzarbeit in nicht legalen Unternehmen bleibt ein massiver blinder Fleck in der Argumentation des Ministeriums.
Follow the money: Bei insgesamt 16.284 gestellten Asylanträgen im Vorjahr bedeutet das Verschwinden von fast 10% der Bewerber eine enorme Fehlallokation von Ressourcen für Erstaufnahme und Registrierung.
Was bleibt über: Wer 1.600 Menschen im System verliert, hat nicht nur ein Verwaltungsproblem, sondern den moralischen Kompass für staatliche Sicherheit weggeworfen. Ein Staat, der seine Gäste nicht einmal zählen kann, hat bereits kapituliert.
Warum das wichtig ist: Das Verschwinden von Asylwerbern untergräbt das Vertrauen in den Rechtsstaat und die Sicherheit der Bürger massiv. Es entsteht ein unkontrollierter Raum für illegale Beschäftigung und Schattenexistenzen, was die soziale Stabilität gefährdet. Wenn das Innenministerium diesen Schwund als normal abtut, signalisiert es allen Akteuren, dass Regeln in Österreich lediglich unverbindliche Empfehlungen sind.
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