KI aus dem All

Sujetbild SpaceX - X - FoB Style
Redaktion

SpaceX beantragt die Genehmigung für bis zu eine Million Satelliten, die als orbitale Datenzentren die nächste Stufe der KI-Entwicklung ermöglichen sollen. Dank permanenter Solarenergie im Weltraum verspricht das System drastisch geringere Betriebskosten und einen Bruchteil des Energieverbrauchs irdischer Rechenzentren. Elon Musk positioniert diesen Schritt als logische Antwort auf den explodierenden Rechenbedarf von KI-Modellen. Regulatoren prüfen nun einen echten Game-Changer für globale Rechenleistung und den Weg zur multiplanetaren Zivilisation.

Der Auslöser: Am 31. Januar 2026 verbreitete sich die Nachricht rasant, dass SpaceX bei der FCC die Erlaubnis für eine bis zu eine Million Satelliten umfassende Konstellation orbitaler Datenzentren beantragt hat. Der Plan nutzt Starlink-Technologie und Laser-Links für petabit-schnelle Vernetzung.

Kurz erklärt: 1 Petabit (Pbit oder Pb) = 10¹⁵ Bits = 1 000 000 000 000 000 Bits (eine Billiarde Bits) Oder genauer im dezimalen System: 1 000 Terabits (Tbit). Das ist riesig. Zum Vergleich:

  • 1 Petabit = 125 Terabyte (TB), weil 1 Byte = 8 Bits → 1 Petabit / 8 = 0,125 Petabyte = 125 Terabyte.
  • 8 Petabit = 1 Petabyte (PB).

Wer sagt was:

  • Elon Musk, CEO von SpaceX und xAI, erklärte: „Der günstigste Ort, um KI zu betreiben, wird im Weltraum sein.“ Musk ergänzte in Davos, das werde „innerhalb von zwei Jahren, spätestens drei“ Realität.
  • Ein weiterer Kommentar von Musk: „Die Satelliten werden tatsächlich so weit voneinander entfernt sein, dass man von einem zum anderen kaum etwas sehen kann. Der Weltraum ist so gewaltig, dass er sich jeder Vorstellung entzieht.“

Das Sittenbild: Der Vorstoß kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. Datenzentren auf der Erde stoßen an physikalische Grenzen, während KI-Modelle immer mehr Rechenpower fordern. SpaceX kombiniert bewährte Satellitentechnik mit dem bevorstehenden xAI-SpaceX-Zusammenschluss und dem geplanten Börsengang. Andere Player wie Google (Project Suncatcher) und China folgen ähnlichen Pfaden. Der Weltraum wird zur nächsten Infrastruktur-Front.

Zwischen den Zeilen:

  • Die Satelliten sollen in Höhen zwischen 500 und 2000 km operieren, organisiert in schmalen orbitalen Schalen von maximal 50 km Breite.
  • Permanente Sonneneinstrahlung ohne Nacht und Atmosphärenstörungen ermöglicht nahezu 100-prozentige Solarverfügbarkeit und eliminiert teure Kühlung.
  • Hochgeschwindigkeits-Laser-Links verbinden die Satelliten untereinander und mit dem Starlink-Netz für globale, latenzarme Datenverarbeitung.
  • Erste Demonstrationsmissionen (wie Starcloud-1 mit Nvidia H100) haben bereits bewiesen, dass orbitale KI-Computing machbar ist.

Follow the money: SpaceX wird derzeit mit rund 800 Milliarden Dollar bewertet, xAI mit 230 Milliarden Dollar. Der Orbital-Data-Center-Plan könnte durch den erwarteten SpaceX-IPO 2026 (potenziell über 1 Billion Dollar) massiv finanziert werden.

Was bleibt über: Endlich ein Unternehmen, das nicht nur redet, sondern den nächsten logischen Schritt wagt. Innovation statt Stillstand.

Warum das wichtig ist: Energieverbrauch und Kühlkosten irdischer Rechenzentren explodieren mit jedem neuen KI-Modell. Orbitale Lösungen nutzen unerschöpfliche Solarenergie und reduzieren den CO₂-Fußabdruck massiv. Bürger profitieren langfristig von günstigerer, skalierbarer KI – von Medizin über Klimaforschung bis autonomer Mobilität. Statt bürokratischer Blockaden sollte man diesen Mut feiern: Hier entsteht die Infrastruktur der nächsten Ära.

Quellenliste:

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