Die neuesten Epstein-Akten enthüllen einen gefälschten österreichischen Reisepass, den der verurteilte Sexualstraftäter in seinem Safe hortete. Dieser Pass trug Epsteins Foto, aber einen falschen Namen und einen Wohnsitz in Saudi-Arabien. Er wurde in den 1980er Jahren ausgestellt und zeigt Stempel aus mehreren Ländern. Die österreichische Regierung schweigt dazu, obwohl die US-Behörden bereits 2019 nachfragten. Das wirft Fragen auf: Wie konnte ein solches Dokument überhaupt entstehen?
Der Auslöser: Am 30. Januar 2026 veröffentlichte das US-Justizministerium weitere Akten zu Jeffrey Epstein. Die E-Mail-Korrespondenz aus 2019 zeigt, dass die österreichische Botschaft in Washington bei US-Behörden anfragte, ob sie Infos zu diesem „angeblichen“ Pass teilen könnten. Bis heute keine offizielle Reaktion aus Wien.
Wer sagt was:
- Ein US-Staatsanwalt schrieb 2019: „Die österreichische Botschaft hat mich gerade kontaktiert und gefragt, ob wir ihnen Informationen zu dem angeblichen österreichischen Pass geben können, den Epstein in seinem Besitz hatte. Gibt es in dieser Hinsicht irgendetwas, das wir teilen können?“
Das Sittenbild: Dieser Skandal um den Reisepass passt ins Muster von Epsteins Netzwerk, das Eliten aus Politik und Wirtschaft umspannte. Gerade jetzt, wo neue Files globale Verbindungen enthüllen, zeigt sich Österreichs Rolle als schwaches Glied. Die Regierung predigt Transparenz in EU-Angelegenheiten, doch bei solchen Enthüllungen versickert jede Spur.
Zwischen den Zeilen:
- Der Pass trug den Namen „Marius Robert Fortelni“ und war mit Stempeln aus Frankreich, Spanien, Großbritannien und Saudi-Arabien versehen.
- Epsteins Anwälte behaupteten, er habe das Dokument als Schutz vor Entführungen erworben, da er als reicher Jude reiste.
- Eine echte Person mit ähnlichem Namen existiert in Florida, was auf Identitätsdiebstahl hindeutet.
Follow the money: Der Pass lag in einem Safe mit 70.000 Dollar Bargeld und 48 Diamanten. Epsteins Vermögen ermöglichte solche Machenschaften, während österreichische Behörden keine Kosten für Untersuchungen nennen.
Was bleibt über: Wieder einmal entlarvt sich das System als porös. Transparenz? Nur für den kleinen Mann.
Anfrage an Regierung: Der FPÖ-Abgeordnete Christian Hafenecker stellte bereits im Jahr 2022 eine parlamentarische Anfrage an Innenminister Gerhard Karner (ÖVP): „Wie kam US-Milliardär Epstein zu einem österreichischen Pass?“ Laut Innenminister lagen keine Aufzeichnungen über Ein- oder Ausreisen mit einem solchen Dokument vor.
Gut zu wissen: Nach österreichischem Passgesetz dürfen Pässe nur an österreichische Staatsbürger ausgestellt werden.
Warum das wichtig ist: Dieser Pass ermöglichte Epstein vermutlich Reisen unter falscher Identität und deckte damit seine kriminellen Aktivitäten. Die Opposition – allen voran die FPÖ – fordert seit Jahren Rechenschaft. Die Bundesregierung schweigt weiterhin beharrlich. Es wird höchste Zeit, das Epstein-Netzwerk endlich auseinanderzunehmen.
Sollte man kennen: Die Epstein-Files sind öffentlich zugänglich und können unter dem justice.gov/epstein abgerufen werden.
Quellen:
Foto: Von Palm Beach County Sheriff’s Department – Palm Beach County Sheriff’s Department [1][2], Gemeinfrei, commons.wikimedia.orgwindex.phpcurid=5616285

