Kochen mit KI

Google Food Mood: Gemini serviert Rezepte per Mausklick.

Gemini artsandculture - RunWay FoB AI
Redaktion

In drei Sätzen: Das Google Arts & Culture Lab hat mit „Food Mood“ ein KI-gestütztes Experiment veröffentlicht, das per Knopfdruck Rezepte generiert. Seit dem Start im März 2024 nutzt das Tool die Gemini-Modelle, um Nutzern weltweit kreative Inspiration für Hauptgerichte, Suppen oder Desserts abseits kulinarischer Routinen zu bieten. Die Anwendung kombiniert dabei automatisierte Zutatenlisten mit KI-generierten Visualisierungen.

KI Gemini artsandculture

Der Auslöser: Angesichts der wachsenden Popularität generativer KI im Alltag demonstriert Google mit diesem Projekt, wie Technologie kreative Blockaden bei der täglichen Mahlzeitenplanung spielerisch lösen kann.

Wer sagt was: Google beschreibt die Intention hinter dem Tool wie folgt: „Holen Sie sich Inspiration für Ihre nächste Mahlzeit und erstellen Sie neue Rezepte, indem Sie Einflüsse aus zwei Küchen mischen, generiert mit Hilfe von Google AI.“

Das Sittenbild: Das Tool bietet eine niedrige Hemmschwelle für kulinarische Innovationen und fördert die kulturelle Neugier, birgt jedoch das Risiko ungetesteter Mengenverhältnisse. Während die visuelle Aufbereitung professionell wirkt, bleibt die handwerkliche Erfolgsgarantie beim Nutzer hängen.

Zwischen den Zeilen:

  • Entwickler-Duo: Hinter dem Algorithmus stehen die Künstler Gaël Hugo und Emmanuel Durgoni.
  • Technische Basis: Die Rezepte stammen von Gemini, während separate Bild-KIs für die Food-Fotografie zuständig sind.
  • Anpassungsfähigkeit: Nutzer können Filter für vegetarische, vegane oder glutenfreie Ernährung setzen.

Sicherheitshinweis: Google warnt explizit davor, dass die KI-Rezepte nicht von Köchen geprüft wurden und Hygienestandards eigenverantwortlich einzuhalten sind.

Follow the money: Das Experiment ist für Nutzer kostenlos zugänglich. Es dient primär als Showcase für die Leistungsfähigkeit der Google-Cloud-Infrastruktur und der Gemini-Schnittstellen ohne direkten Kosten pro Rezept.

Die andere Sicht: Profiköche könnten einwenden, dass KI-generierte Rezepte die Tiefe traditioneller Kochkunst vermissen lassen.

Warum das wichtig ist: Food Mood markiert den Übergang der KI von der reinen Informationsverwaltung hin zum kreativen Co-Piloten im privaten Lebensraum.

Quelle: artsandculture.google.com


Beispiel: Würziges Lamm-Callaloo-Stew

Fusion: Palästina + Grenada

Auf einen Blick: Die wohlige Wärme palästinensischer Gewürze trifft auf das lebendige, grüne Herz der Küche Grenadas. Es entsteht ein herzhafter und überraschend harmonischer Eintopf, der die Seele wärmt.

Eckdaten:

  • Portionen: 3
  • Zeitaufwand: 120 Min.

Zutaten:

  • 600 g Lammfleisch (Schulter), gewürfelt
  • 15 ml Olivenöl
  • 1 große Zwiebel, gehackt
  • 4 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 10 g Piment (Allspice)
  • 5 g gemahlener Zimt
  • 700 g Callaloo-Blätter (oder Spinat), gehackt
  • 400 ml Kokosmilch
  • 200 ml Hühnerbrühe
  • 5 g Scotch Bonnet Chili, entkernt und gehackt (optional)

Zubereitung

  1. Die Lammwürfel großzügig mit Salz und Pfeffer würzen.
  2. Olivenöl in einem großen Topf oder Schmortopf bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Das Lamm von allen Seiten scharf anbraten.
  3. Das Fleisch herausnehmen. Die gehackte Zwiebel in den Topf geben und ca. 5 Minuten glasig dünsten.
  4. Knoblauch, Piment und Zimt hinzufügen und 1 Minute mitbraten, bis es duftet.
  5. Das Lamm zurück in den Topf geben. Hühnerbrühe, Kokosmilch und (optional) die Chili hinzufügen.
  6. Zum Köcheln bringen, dann die Hitze reduzieren. Abgedeckt bei niedriger Hitze etwa 60 Minuten schmoren lassen.
  7. Die gehackten Callaloo-Blätter unterrühren. Weitere 30 Minuten abgedeckt köcheln lassen, bis das Lamm butterzart und das Grünzeug zusammengefallen ist.
  8. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  9. Heiß servieren, idealerweise mit Reis oder Fladenbrot.

Pro-Tipps:

  • Marinieren: Für mehr Geschmackstiefe das Lamm bereits 30 Minuten vor dem Anbraten mit einer Prise Piment und Zimt einreiben.
  • Ersatz: Falls Callaloo nicht verfügbar ist, eignet sich frischer Spinat oder Grünkohl als Alternative, wobei sich das Aroma leicht verändert.
  • Reichhaltigkeit: Für einen noch kräftigeren Geschmack das Lamm in etwas Ghee statt Olivenöl anbraten.

Share This Article
Keine Kommentare