In drei Sätzen: Ein Kuss für Florentina Holzinger, dann eine Rede zur Urin-Kunst der österreichischen Performance-Expertin vor dem österreichischen Pavillon bei der Biennale in Venedig: Vizekanzler und Kulturminister Andreas Babler (SPÖ) dokumentiert seine Begeisterung für den österreichischen Urin-Bade-Beitrag für das Kunstfestival ausführlich auf seinem Instagram-Account. Wie von FoB berichtet, subventioniert Babler das Stück mit in Ausscheidungen badenden oder als Glocke schauspielernden nackten Frauen mit 600.000 Euro Steuergeld.
Der Auslöser: Die österreichische Performance-Künstlerin repräsentiert mit ihrem Stück „Seaworld Venice“ samt Urin-Einlagen die Republik Österreich bei der aktuell stattfindenden Biennale. Auf Social-Media-Plattformen wird der Nackt- und Fäkal-Beitrag überwiegend als „langweilig“ bezeichnet, der Aufreger ist viel mehr die Verteilung von 600.000 Euro Steuergeld für dieses Event.
Wer sagt was:
- Andreas Babler (Vizekanzler, Kunstminister, SPÖ): „Mit „Seaworld Venice” präsentiert Florentina Holzinger eine Arbeit, die bewusst irritiert und große Fragen aufwirft. Kunst hat schon immer angeeckt, war widerspenstig, hat Grenzen aufgezeigt und eine Gesellschaft aufgerüttelt. Darüber habe ich auch in meiner Eröffnungsrede gesprochen.“
- Wendelin Mölzer (Kultursprecher, FPÖ): „Wenn hunderttausende Euro Steuergeld in Performances fließen, in denen der Einsatz von Körperflüssigkeiten bewusst als künstlerisches Mittel eingesetzt wird, dann stellt sich die Frage, ob hier nicht jegliches Maß verloren gegangen ist.“
- Und: „Die linke Kulturszene hat offenbar den Bezug zur Lebensrealität der Menschen verloren, und die Entscheidungsträger fördern zunehmend Projekte, die nur mehr in einem kleinen, abgeschotteten Kulturbetrieb auf Zustimmung stoßen.“
Zwischen den Zeilen:
- 600.000 Euro Steuergeld werden für eine Urin-Kunstshow verendet.
- Die Darstellerinnen fahren dabei auch nackt mit einem Jetski durch einen Indoor-Pool.
- Eine Künstlerin zeigt sich als nackter, kopfüber hängender Schlegel einer Glocke.
- Der Kunstminister förderte auch ein Porno-Filmfestival mit Steuergeld.
Das Sittenbild:
Anstatt rund um die Uhr daran zu arbeiten, dass die anrollende Energie-Katastrophe für die Österreicher mit Gegenmaßnahmen etwas abgemildert wird, reist Vizekanzler Babler nach Venedig – zeitgleich war Deregulierungs-Staatssekretär Sepp Schellhorn (NEOS) in Malaysia (18.000 Flug-Kilometer hin und retour), Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) treten aktuell in Astana (Kasachstan) auf. Die Österreicher sind mit Sparbefehlen und Kürzungen konfrontiert, die Regierung jettet zu mittelmäßig wichtigen Terminen.
Warum das wichtig ist: Die enge Bussi-Bussi-Verbindung des österreichischen Vizekanzlers und SPÖ-Chefs mit einer in Fäkalien performenden Kunst-Schickeria sagt viel über die Abgehobenheit der heimischen Politikschickeria: Baden im Urin wird gelobt, Porno-Filmfestivals gefördert. Bei vielen Österreichern kommt dies als irritierende Endzeit-Dekadenz an. Kein Wunder, dass immer mehr Bürger vorgezogene Neuwahlen fordern.
Link:
Andreas Babler auf Instagram
