Aktuelle Umfrage: Die Talfahrt des Sebastian Kurz

Sebastian Kurz BKA Dragan Tatic
Redaktion
Der negative Stimmungstrend für die ÖVP setzt sich fort. Doppelpack belegt negative Stimmung: Zuerst eine OGM-Umfrage. Nun auch nun auch eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Unique research für das Nachrichtenmagazin „profil“. Die ÖVP verliert zwei Prozentpunkte. Die Konservativen kommen nun auf 33 Prozent. Das ist ihr niedrigster Wert seit Februar 2019. Vom Rückgang der ÖVP profitiert die FPÖ, die zwei Prozentpunkte auf 19 Prozent zugelegt hat. Die SPÖ verharrt bei 24 Prozent, die Grünen legen zu auf 12 Prozent (+2 Prozentpunkte) und überholen damit wieder die NEOS mit 10 Prozent (-2 Prozentpunkte).
Norbert Hofer - FPÖ
Norbert Hofer – FPÖ

Norbert Hofer: „Wir holen uns die Wähler von der ÖVP zurück“

Für FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer ein Zeichen dafür, die Leihstimmen an die ÖVP wieder zurückzuholen: „Die Entwicklung ist erfreulich. Die Menschen merken nun, dass sie von der ÖVP getäuscht wurden und außer falschen Versprechen wenig übriggeblieben ist. Für die Politik der FPÖ gibt es nur eine Ausrichtung: Alles zu tun, damit sich die Lebenssituation der Menschen im Land wieder verbessert.“

Kurz verliert auch in der Kanzlerfrage

In der Kanzlerfrage verliert ÖVP-Obmann Sebastian Kurz auf 27 Prozent (-3), das ist der tiefste Wert seiner Amtszeit. Davon kann die politische Konkurrenz aber nicht wirklich profitieren. Viele Wähler geben laut „profil“-Vorabmeldung an, keine der offerierten Personen wählen zu wollen. SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner kommt auf 16 Prozent (+1), FPÖ-Obmann Norbert Hofer bleibt bei 11, NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger bei 7 und Grünen-Chef Werner Kogler legt leicht auf 5 Prozent (+1) zu, bleibt aber am letzten Platz.

Gründe für die Verluste der ÖVP

Die Chat-Protokolle von Kurz, Finanzminister Gernot Blümel und ÖBAG-Chef Thomas Schmid finden 38 Prozent „ernüchternd“. 18 Prozent sagen, sie „verstehen die Aufregung nicht, das war in Österreich schon immer so“, neun Prozent finden das „in Ordnung, denn diese Posten müssen von der Regierung mit Vertrauenspersonen besetzt werden“. 27 Prozent kennen die Chat-Protokolle nicht.

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