Asylpolitik in der Kritik: Österreichs kontroverse Flüchtlingszahlen

Redaktion
Gerhard Karner - Sepa Media - Martin Juen

Trotz des deutlichen Rückgangs der Asylanträge in Österreich im Jahr 2023 bleibt das Thema ein heiß diskutierter Punkt in der politischen Landschaft. Die vorläufigen Zahlen des Innenministeriums zeigen 58.686 Ansuchen, was einem Rückgang um 48 Prozent gegenüber 2022 entspricht.

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Noch immer hohe Zahlen

2023 markiert eines der antragsstärksten Jahre, obwohl es einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr gab. Verglichen mit den 13.000 Anträgen von 2019 und den Rekordzahlen der Flüchtlingskrise 2015 mit über 88.000 Anträgen, ist dies immer noch eine hohe Zahl. Der Großteil der Anträge stammt von Syrern, Afghanen und türkischen Staatsbürgern.

Entwicklung in Europa

Während in Österreich die Antragszahlen sinken, verzeichnet Europa insgesamt einen Anstieg um 18 Prozent. Länder wie Griechenland, Italien und Spanien, sowie Deutschland erleben deutliche Zunahmen der Asylanträge.

Asylverfahren und Abschiebungen

In Österreich wurden 16.787 Fälle positiv beschieden, mehr als im Vorjahr. Es gab jedoch auch 60.513 rechtskräftig negative Entscheidungen. Das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl setzt auf Schnell- und Eilverfahren, mit 8.421 negativen Entscheidungen in kurzer Zeit. Zudem wurden mehr als 12.600 Abschiebungen durchgeführt, wobei 53 Prozent der Ausreisen selbstständig erfolgten.

Kritik von der FPÖ

Herbert Kickl von der FPÖ zeigt sich unzufrieden: „Fast 59.000 Asylanträge sind kein Grund für Jubel, sondern der fatale Beleg dafür, dass Schwarz-Grün die Grenzen für die illegale Masseneinwanderung sperrangelweit offenhalte.“ Christian Stocker von der VP sieht es anders: „Die Asylbremse wirkt.“ Dies zeigt, dass die Asylpolitik weiterhin ein zentrales und umstrittenes Thema in Österreich bleibt.

Quelle

APA

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