Bagdad: US-Rakete liquidiert iranisch unterstützten Milizenführer

Sujetbild Sensenmann - Ray Shrewsberry - Pixabay
Redaktion

Ein US-Luftangriff in Bagdad tötete Mushtaq Jawad Al-Saidi, einen Kommandanten der mit dem Iran verbundenen Miliz Harakat Hezbollah al-Nujaba. Der Angriff fand in einem zentralen Teil der Stadt statt, erschütterte Fenster und verursachte Straßensperrungen.

Irakischer General verärgert

Die irakische Armee, unter deren Kommando Harakat Hezbollah al-Nujaba fällt, reagierte schnell und verärgert. Sie sah in dem Angriff eine Untergrabung der Abkommen zwischen Bagdad und Washington. Der Verteidigungsministerium der USA bezeichnete den Schlag als „notwendig und angemessen“, da der getötete Kommandant „aktiv an der Planung und Durchführung von Angriffen gegen amerikanisches Personal beteiligt war.“

Ein "terroristischer Akt"

Der Angriff könnte den Druck auf die irakische Regierung erhöhen, ein Ende der Präsenz der US-geführten Koalition zu beschleunigen. Yahya Rasool Abdullah, der Sprecher des irakischen Militärs, beschrieb den Angriff als einen „terroristischen Akt“.

Irakischer Soldat getötet

Die Unterstützung der USA für Israels Militäraktionen in Gaza hat lokalen Milizgruppen in Irak und Syrien neue Anreize gegeben, die US-geführten Koalitionstruppen zu vertreiben. Der irakische Premierminister Mohammed al-Sudani, der letztes Jahr noch die Notwendigkeit von US-Truppen im Irak sah, reagierte verhalten. Der US-Angriff habe einen irakischen Soldaten getötet und 18 weitere verletzt, darunter auch Zivilisten.

Chazali-Terrornetzwerk will Ende

Qais al-Khazali, Anführer der einflussreichen, mit dem Iran verbundenen Miliz Asaib al-Haq, drängte die irakische Regierung zu entscheidenden Schritten: „Wir fordern die irakische Regierung auf, entscheidende Schritte zu unternehmen, um die Präsenz der sogenannten internationalen Koalition im Irak zu beenden.“

Share This Article
Keine Kommentare