Betrugsbekämpfung liefert Rekordergebnis

Die Kontrollen sichern dem Fiskus massive zusätzliche Einnahmen.

Sujetbild Betrug - Adobe Stock - Runway FoB AI
Redaktion

In drei Zeilen: Das Amt für Betrugsbekämpfung generierte im Jahr 2025 durch intensivierte Kontrollen und 128 Hausdurchsuchungen in ganz Österreich mehr als 154 Millionen Euro für die Staatskasse. Die Behörde deckte dabei 411 Scheinunternehmen auf und schloss über 7.000 Finanzstrafverfahren ab. Durch die Sicherstellung von 92,5 Terabyte an Beweisdaten gelang ein massiver Schlag gegen unlautere Geschäftspraktiken.

Der Auslöser: Die Veröffentlichung der Bilanz für das Jahr 2025 belegt eine signifikante Steigerung der Einnahmen um 47 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Erfolg resultiert aus einer verstärkten Datenanalyse und der konsequenten Verfolgung von Abgabenhinterziehung.

Wer sagt was: Finanzminister Markus Marterbauer betont die Bedeutung dieser Arbeit: „Betrugsbekämpfung ist ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt des Finanzministeriums. Nicht nur wegen des Beitrags zur Budgetkonsolidierung, sondern vielmehr als Beitrag zur Gerechtigkeit“.

Das Sittenbild: Die Analyse zeigt eine Professionalisierung des Betrugs, der von manipulierter Kassensoftware bis hin zu komplexen internationalen Firmengeflechten reicht.

Zwischen den Zeilen:

  • Ein Softwarevertreiber ermöglichte durch manipulierte Programme die systematische Löschung von Umsätzen in 24 Großfällen.
  • Im Bereich der organisierten Schwarzarbeit wurden neben Bargeld auch Luxusuhren und Gold im Wert von mehreren Hunderttausend Euro sichergestellt.
  • Ein Unternehmer verschleierte Gewinne beim Vertrieb von Nahrungsergänzungsmitteln über ein Geflecht in den USA, Großbritannien und der EU.

Follow the money: Das Amt für Betrugsbekämpfung sicherte insgesamt 154 Millionen Euro für das Bundesbudget. Einzelne Fälle zeigen die Dimensionen: 12,6 Millionen Euro Nachforderung bei Kassenmanipulationen, 3,6 Millionen Euro Schaden durch einen Vertrieb von Nahrungsergänzungsmittel und sichergestellte Vermögenswerte wie 660.000 Euro Bargeld bei einer Razzia gegen Schwarzarbeit.

Warum das wichtig ist: Der Erfolg des Amtes im Jahr 2025 demonstriert, dass digitale Forensik und internationale Kooperation die klassische Steuerprüfung ablösen.

Quelle: ots.at

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